Traumreiseziel Südsee: Mit der Celebrity Solstice von Sydney nach Neukaledonien

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Celebrity Solstice
©Silke Elzner
Türkisblaues, warmes Wasser. Puderweicher weißer Sand. Der Duft von tropischen Blumen in der Luft, der melodiöse Gesang der Einheimischen. Eine Kreuzfahrt in die Südsee ist genau das, was man sich erhofft, und mehr. Wir hatten das Glück, mit der Celebrity Solstice von Sydney aus nach Neukaledonien fahren zu können. Ein unvergessliches Abenteuer für die ganze Familie vor einer traumhaft schönen Kulisse.

Abreise von Sydney und unser Schiff

Unser Ausgangshafen war Sydney, Australien. Für uns praktisch, denn hier lebten wir mit den Kindern zu diesem Zeitpunkt. Unsere Anreise war daher nicht viel mehr als eine Taxifahrt über die Sydney Harbour Bridge, und dann konnten wir schon an Bord gehen. Es passiert nicht oft, dass man von Australien aus so bequem ins Ausland reisen kann. Durch die Abgeschiedenheit ist man normalerweise stundenlang unterwegs und muss meist mit einem hässlichen Jetlag kämpfen. Nicht so bei Kreuzfahrten. Das macht dieses Produkt in den letzten Jahren in Australien ganz besonders beliebt, vor allem bei Familien.
©Silke Elzner

Die Celebrity Solstice untersteht einer amerikanischen Reederei, und wenn sie in Australien anlandet, wird vor allem der australische und der amerikanische Markt bedient. Ein Vorteil der Solstice ist die hohe Anzahl an Außenkabinen mit Balkon. Gerade bei einer Südseekreuzfahrt ist dies sehr praktisch. Als Besonderheit erwarten Passagiere echtes Gras auf dem obersten Deck für Picknicks und Rasenspiele sowie eine voll funktionierende Glasbläserei, wo man spannenden Demonstrationen beiwohnen kann. Für die Kinder an Bord gibt es natürlich auch einen Kinderclub mit verschiedenen Angeboten bis spät in die Nacht für alle Altersklassen.

Sydney ist für sich genommen schon ein tolles Reiseziel. Wer hier nicht wohnt, könnte den Australienbesuch also mit einer Kreuzfahrt in die Südsee kombinieren. Das Auslaufen aus dem prächtigen Naturhafen Sydneys war auf jeden Fall schon einmal ein erstes tolles Erlebnis auf unserer Kreuzfahrt.

Île des Pins

Unsere Kreuzfahrt begann mit zwei vollen Tagen auf See. Genug Zeit, sich erstmal zu entspannen und all die Annehmlichkeiten an Bord zu genießen. Doch am dritten Tag erwachten wir mit einem ungewöhnlichen Ausblick: Land in Sicht!
 
Die Île des Pins lag vor uns, Außenposten der französischen Überseegemeinschaft Neukaledonien. Eine Insel wie ein Traum. Das Wasser so blau, dass es wie aus einem Prospekt zu kommen schien. Wir setzten über und wurden von den Einheimischen mit einem Tanz begrüßt. Mit Grasröcken und weiß bemalt hießen sie uns auf ihrem Eiland willkommen.
Strand genießen bei Kanumera, Île des Pins
©Silke Elzner

Wenn man hier an dieser Stelle ganz einfach nur sich an den Strand fläzen will, dann ist das zu verzeihen. Der weiche Sand, das seichte Plätschern der Wellen und die frisch geöffneten Kokosnüsse taten ihr Übriges. Im Hintergrund erhoben sich die typischen Pinien wie aufrechte Kerzen. Sie geben der Insel ihren Namen. Nur wenige Schritte von unserer Bucht lag die noch schönere Baie de Kanumera mit dem Heiligen Felsen, der ideale Bedingungen zum Plantschen und Schnorcheln bot.

Doch wir wollten mehr sehen: Auf einer Rundfahrt besuchten wir einige der Sehenswürdigkeiten der Insel. Unter anderem die Grotte der Königin Hortense, den Ort Vao und die Baie de Saint-Maurice.
©Silke Elzner

Grande Terre

Am nächsten Tag legten wir in der Hauptstadt Neukaledoniens, in Nouméa, an. Ein weitaus geschäftigerer Ort, der uns sofort an die Côte d’Azur erinnerte. Hier gab es tatsächlich jede Menge Verkehr (natürlich Peugeots und Citroëns), eine echte Stadt mit Graffiti, Staus und Jachthäfen und riesige Nickelminen. So viel Geschäftigkeit war vielen Kreuzfahrtpassagieren beinah zu viel. Sie buchten sich auf einen Tagestrip zu einer der vorgelagerten Inseln ein.
Blick über Noumea
©Silke Elzner

Wir hingegen beschlossen, eine Stadtrundfahrt zu unternehmen. Wir besuchten die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, diverse Aussichtspunkte sowie die Baie des Citrons. Highlight jedoch eines jeden Besuchs auf Grande Terre ist das atemberaubende Kulturzentrum Jean-Marie-Tjibaou im Norden der Insel. Das ist leicht mit dem Bus zu erreichen und bezaubert mit seiner gewagten Architektur, die von Star-Architekten Renzo Piano realisiert worden war.

Lifou

Unsere letzte Station bevor wir wieder zwei Tage auf See verbringen würden, war die kleine Insel Lifou. Auch hier wurden wir von den Einheimischen mit Gesang und Tanz herzlich willkommen geheißen. Im Gegensatz zur Île des Pins ist Lifou sehr übersichtlich und man kann viele Sehenswürdigkeiten vom Anlandeplatz aus fußläufig erreichen. 
Einheimische auf Lifou
©Silke Elzner

So besuchten wir die kleine Kapelle von Notre-Dame-de-Lourdes, von wo aus man einen herrlichen Ausblick genießen kann. Wir wanderten ins nächste Dorf und warfen einen Blick auf traditionelle Hütten. Wir besuchten das kleine Museum und lasen die Zeitungsartikel über die Arbeit der Missionare durch.

Außerdem liehen wir uns eine Schnorchelausrüstung und erkundeten die Unterwasserwelt. Und mit den Kindern starteten wir aufregende Krebsrennen mit den Tausenden von Einsiedlerkrebsen, die man am Strand finden konnte.
Traditionelle Hütte und das Museum
©Silke Elzner

Neukaledonien per Kreuzfahrt – Erlebnis für Jedermann

Wir liebten unsere Kreuzfahrt nach Neukaledonien. Als Familie konnten wir sowohl an Land als auch an Bord viel erleben und gleichzeitig unsere Batterien wieder aufladen. Wir können diese Fahrt Familien nur wärmstens empfehlen. Aber auch andere Gäste, zum Beispiel Flitterwöchner, werden diese Destination voll und ganz genießen können
 
Die Kinder am Strand
©Silke Elzner
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Mini Globetrotter ist ein Familienreiseblog für Reisen mit Kindern nah und fern. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Spanien aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa.

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