Reisebericht La dolce vita an Bord der MSC Musica und MSC Fantasia

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© MSC Kreuzfahrten

Die MSC Musica und die MSC Fantasia gehören zu den 15 Schiffen der MSC Flotte. Kirsten Fähmel und Melanie Bildstein, Expertinnen der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale, haben die Schiffe im Selbsttest unter die Lupe genommen.

Von Melanie Bildstein und Kirsten Fähmel

Meine Reise mit MSC Musica durfte ich im November vergangenen Jahres im Mittelmeer antreten. Vom Hafen Genuas ausgehend, ging es für mich in fünf Tagen einmal um den Stiefel herum bis nach Venedig. Stationen waren dabei Neapel, Korfu und Kotor“, erzählt Kirsten Fähmel.

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© MSC Kreuzfahrten

„MSC Musica erobert seit 2006 insbesondere das östliche Mittelmeer. Das von der italienischen Schauspielerin Sophia Loren getaufte Schiff ist knapp 300 Meter lang und bietet bis zu 2.550 Passagieren und etwa 1.000 Crewmitgliedern Platz. Damit ist die Musica das erste Schiff einer neuen Baureihe ökologischer Kreuzfahrtschiffe, deren Design durch Kreativität, natürliche Materialien und elegante Details besticht. Die dominerenden Farben an Bord sind Rot, Schwarz und Gold. Nach Genua reiste ich von Hannover aus mit dem Bustransfer, der von MSC organisiert war. Das Empfangspersonal an Bord war sofort sehr freundlich und zuvorkommend. Alle wichtigen Wege und Gegebenheiten waren auf dem Schiff so gut ausgeschildert, dass ich mich schnell zurechtfinden konnte.

Meine Kabine im Tarif Fantastica war sehr geschmackvoll eingerichtet und verfügte über einen Balkon. Ein großes Bett, eine kleine Sitzecke und sehr passend ausgewählte Bilder rundeten das Gesamtbild des Zimmers ab. Besonders positiv empfand ich das verhältnismäßig großzügige Bad. Der Tarif Fantastica bot mir außerdem die Möglichkeit, den Roomservice kostenfrei zu nutzen. So konnte man sich etwa Getränke oder kleine Häppchen auf die Kabine bringen lassen.

An Bord waren alle Generationen vertreten und es herrschte eine freundlich-internationale Atmosphäre. Neben Deutschen waren auch Spanier, Franzosen und Portugiesen an Bord. In vier verschiedenen Restaurants werden auf der Musica abwechslungsreiche Speisen geboten – von italienischen Spezialitäten bis hin zu Sushi. Die mediterrane Küche überwiegt dabei, es gab viel Fisch und Meeresfrüchte, passend zum Ambiente und dem Zielgebiet. Besonders zu erwähnen ist hier meiner Meinung nach der Service im Bedienrestaurant. Die Kellner gaben sich sehr große Mühe Essenswünsche, die auch nicht immer einfach waren (Allergien, vegetarische Ernährung, etc.), zu erfüllen und zeigten sich immer sehr kinderlieb. Zu jeder Zeit wurde man schnell und freundlich bedient.

Neben den Restaurants verfügt die MSC Musica auch über eine Sushi-Bar, den Havana Club, ein Theater mit 1.200 Sitzplätzen, eine Diskothek sowie einen Tennis- und Minigolfplatz. Besonders herausstechend ist das verhältnismäßig großzügige Casino, das für jeden Spielbegeisterten das richtige Angebot parat hatte. Das Abendprogramm im Theater war vielseitig. Jeden Abend gab es ein vorher angekündigtes, abwechslungsreiches Programm – von Magiern, über Tänzer, Sänger und Akrobaten.

Da das Wetter auf der Reise leider nicht ganz mitspielte, konnte ich die Außenpools nicht nutzen. Der Spa-Bereich und der angeschlossene Fitnessraum, der von morgens bis abends zugänglich war, boten aber auch Beschäftigung im Trockenen. Das Schiff ist auf Familien sehr gut eingestellt. Empfehlen kann ich den Babybereich auf dem Schiff, hier können Eltern mit ihren Babys spielen und kuscheln. Die Einrichtung war sehr kindgerecht und ansprechend gestaltet.

Höhepunkt meiner Reise war aber ein Ausflug nach Pompeji. Der Landausflug ging von Neapel aus in die antike Stadt am Fuße des Vesuvs. Der Ausflug war sehr gut organisiert und der Reiseleiter wirklich gut. Ich konnte einen ausgezeichneten Eindruck von der wirklich sehenswerten Stadt erhalten. Ein wirklich schöner Tag, der rundum gut organisiert war.“

Mein Fazit für die MSC Musica: „Das Schiff hat alles zu bieten, was man von einem klassischen Kreuzfahrtschiff erwarten darf – gutes Essen, guter Service und ein gutes Preisleistungsverhältnis.“

„Die Kreuzfahrtschiffe der Fantasia-Klasse sind aktuell die größten und modernsten Oceanliner von MSC Kreuzfahrten. Sie stehen für modern-mediteranen Stil und Umweltfreundlichkeit“, weiß Melanie Bildstein. Sie  war mit MSC Fantasia unterwegs. Für sie ging es von Genua aus über Cannes und Palma de Mallorca nach Barcelona: „Vier Tage habe ich an Bord verbracht. Das Schiff ist 333 Meter lang, beherbergt bis zu 3.147 Passagiere und 1.313 Crewmitglieder. Da ich relativ spät in Genua ankam, war der Check-in bereits größtenteils gelaufen. Für mich ein Vorteil: das Einchecken verlief sehr schnell. Direkt zum Empfang gab es die Möglichkeit, sich mit Informationsmaterial rund um Wellness, Getränkepakete oder Landausflüge auszustatten. Meine Bordkarte erhielt ich in meiner Kabine. Die MSC bietet verschiedene Kabinenkategorien. Es kann zwischen Innen- und Außenkabinen mit oder ohne Balkon sowie Suiten gewählt werden. Meine Kabine im Tarif Fantastica mit Balkon hat mir sehr gut gefallen. Sie war schön und sehr geräumig. Auch das Badezimmer bot ausreichend Platz.  Als eines von wenigen Schiffen der MSC Reederei ist die MSC Fantasia mit dem „MSC Yacht Club“, einem exklusiven First-Class-Bereich, ausgestattet. In 99 komfortabel ausgestatteten Suiten erwartet die Gäste nicht nur ein luxuriöses Ambiente, sondern auch ein Butler-Service, eine Sonnenterrasse, Whirlpools und eine Privatlounge. Ich durfte immerhin einen kurzen Blick in den Club erhaschen, ein wirklich sehr schöner und vielversprechender Bereich!

Die Menü- und Buffet-Restaurants – das große Il Cerhcio d‘Oro, das intime Red Velvet oder das El Sombrero‘s Tex-Mex – bieten eine große Auswahl an Gerichten. Es war immer lecker! Ob italienische, französische, mexikanische oder mediterrane Menüs, das Angebot ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas. Selbst der Kellner im Red Velvet kannte bereits am zweiten Abend meinen Getränkewunsch. Zusätzlich zu den Restaurants finden sich aber auch drei Bars und eine Weinbar an Bord. Im Herzen des Schiffes befindet sich sogar auf einer aus Stein erbauten Piazza mit einer Espresso-Bar, die frische Backwaren und echtes italienisches Gelato ausgiebt. Da der Ausgangshafen meiner Reise auch der Heimathafen der Fantasia ist, waren viele Italiener und Spanier an Bord. Das Publikum war gemischt.

Das Unterhaltungsangebot an Bord ist breit gefächert. Man kann im Casino auf rund 1.000 Quadratmetern sein Glück im Spiel herausfordern, im Theater vielseitige Shows genießen, in der Virtual World kommen Videospielbegeisterte auf ihre Kosten und in der Liquid Disco kann ausgelassen getanzt werden. Besonders großzügig fällt das „Aurea Spa“ Wellness-Center aus. Sportlich geht es im Fitness-Center, auf dem Basketball- und Volleyballplatz sowie der Laufstrecke zu. Die zahlreichen Poolbereiche auf den verschiedenen Decks mit Wasserrutschen bieten für jeden etwas – ob für Personen, die entspannen wollen oder für Familien mit Kindern. Ein großes Plus!

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© MSC Kreuzfahrten

Einen Landausflug habe ich ebenfalls unternommen. In Palma de Mallorca konnte ich die Burg Bellver, die Kathedrale und die Stierkampfarena besichtigen. Ein schöner und sehr gut organisierter Ausflugstag.“

Mein Fazit für die MSC Fantasia: „Die Kabinen, das Pooldeck und das Essen haben sehr überzeugt.“

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Kirsten Fähmel

Als ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin kennt sich Kirsten Fähmel auf den Meeren dieser Welt aus. Ob AIDA, TUI Cruises, Costa oder MSC – zu allen großen Kreuzfahrtveranstaltern auf dem Markt kann sie wertvolle Tipps geben. Für Ihre private Reisen zieht es sie regelmäßig an Bord eines AIDA-Schiffes – und dabei bevorzugt ins Mittelmeer oder den hohen Norden.

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