Auch privat Feuer und Flamme für Kreuzfahrten

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Kreuzfahrten-Zentrale Mitarbeiterin Jacqueline Werzinger reiste mit der AIDAbella zu den sonnigen kanarischen Inseln:

Es war bereits ihre dritte Schiffsreise mit AIDA, denn Jacqueline Werzinger arbeitet nicht nur als Reiseverkehrskauffrau in der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale, sondern ist auch in ihrem Privatleben überzeugte Kreuzfahrerin. Kein Wunder, heuerte die 25-Jährige doch direkt nach der Ausbildung bei der AIDA-Zentrale in Rostock an und wechselte anschließend zu dem Osnabrücker Kreuzfahrten-Anbieter.

Drei Freundinnen

Es war eine typische „Freundinnen-Kreuzfahrt“ von drei jungen Frauen, die im November für elf Tage dem Schmuddelwetter in Deutschland entfliehen wollten – und das war auch gut so, denn auf Gran Canaria wurden sie am Morgen des 15. November 2012 mit milden 25 Grad und einem Begrüßungsdrink des AIDA-Teams willkommen geheißen. Die Reise hatte sie mit der Rail & Fly Option per Bahn und Flug ab Düsseldorf in den sonnigen Süden gebracht. Einchecken, Ankunftsfotos, Kabinenbezug und Schiffserkundung – so lautete das Vormittagsprogramm. Dann ein kleiner Lunch im Restaurant und ab aufs Sonnendeck – zu lange hatten sie und ihre Freundinnen in Deutschland das schöne Wetter vermisst. Zweifelsohne wäre es auch eine Option gewesen, einen Ausflug auf die Insel zu machen, doch unser Trio wollte an seinem ersten Urlaubstag einfach mal entspannen.

Lecker schlemmen

Abends ließ Jacqueline Werzinger es sich mit ihren Freundinnen im Bella Vista Restaurant gut schmecken. Bei den Restaurants wechselten sie während ihres Aufenthalts an Bord reihum zwischen italienischer Küche, dem allseits beliebten Marktrestaurant und dem Weite Welt Restaurant mit internationaler Küche von Mexiko über Schweden bis Thailand. „Die Buffets sind super“, schwärmt die Reiseverkehrskauffrau. „Es gibt hier einfach alles – von kalorienarmer Kost über Deftiges bis zu Exotischem. Die Buffet-Stationen wirken immer appetitlich, da sie permanent mit frischen Speisen aufgefüllt werden. Egal, wann man isst, man hat immer reichlich Auswahl.“ Gegen Mitternacht legte das Schiff ab, während die jungen Damen noch in der Anytime-Bar abtanzten – natürlich hatten sie vorher schon bei der Poolparty einen Begrüßungssekt genossen. Gegen ein Uhr war es Zeit für die „Buntkarierten“, denn der Ausflug auf Teneriffa, ihrem ersten Ziel, sollte um acht Uhr morgens beginnen.

Orcas und Delfine

Vom Loro Park mit seinen spektakulären Tiershows hatten die Freundinnen schon viel gehört – jetzt erlebten sie ihn während eines Ausflugs zum Orcatavatal in Puerto de la Cruz. Sie sahen sich alle Shows an: Die Delfin-, die Orca-, die Seelöwen- und die Papageien-Show. Voll von Eindrücken, ging es zurück auf das Schiff, das sich auf den Weg nach Madeira machte. Abends gab es eine feierliche Ansprache des Kapitäns, der seine Offiziere vorstellte. Und natürlich mussten anschließend die Tanzschuhe in der Anytime-Bar alles geben.

Bezaubernde Aussichten

Auf Madeira machte sich das Team auf eigene Faust auf den Weg. Etwa eine halbe Stunde dauerte der Fußweg vom Anleger bis zur Seilbahn-Station in der Altstadt von Funchal am Campo Almirante Reis. Dann nahm die Gondel Fahrt auf zum Monte. Oben angekommen, war der Blick über die Bucht von Funchal einfach atemberaubend. Anschließend besuchten sie den Tropischen Garten. Das florale Meisterwerk in Monte wurde einst von José Berardo mit vielen chinesischen und japanischen Stilelementen gestaltet. Inmitten der tropischen Vegetation befindet sich außerdem eine der bedeutendsten Kachelsammlungen (Azulejos) Portugals. Drei Stunden genossen sie die exotischen An- und Ausblicke, bis die Uhr zum Aufbruch mahnte.

Ein Tag auf See

Bevor die „Bella“ Lissabon erreichte, legte sie einen Seetag als Pause für ihre Gäste ein – Zeit, die müden Füße an Deck hoch zu legen, umhüllt von einer wärmenden Decke, und das abwechslungsreiche Rahmenprogramm zu genießen, das vom Tanzkurs über Malen, Blütenstecken, Sport- und Wellnesskursen für jeden etwas bot: „Wer sich hier langweilt, ist selber schuld“, schmunzelt Jacqueline Werzinger. Besonders gefielen ihr auch die vielen Motto-Events, wie die Schlager-Pool-Party, die Latino-Party, das Offiziers-Shaken und die Black & White Party – es war immer irgendwo etwas los.

Die weiße Stadt

Lissabon erkundeten die drei Freundinnen ebenfalls auf eigene Faust. Sie bummelten in aller Ruhe durch die Einkaufsstraßen der Unterstadt, auch „Baixa“ genannt, und genossen in einem portugiesischen Café mit historischen Azulejos die legendären Pastéis de Nata, kleine, köstliche Sahnepuddingtörtchen, von denen sie einfach nicht genug bekommen konnten. Besonders sehenswert war auch der Anblick der historischen Tram. Bei der Ausfahrt des Schiffes, die von der „Sail Away“ Hymne von Enja begleitet wurde, sahen sie noch das Seefahrerdenkmal und die Christus-Statue, die einst nach dem Vorbild aus Rio de Janeiro angefertigt wurde.

Sevilla

Der nächste Tag begann in Cádiz mit einem Ausflug nach Sevilla. Schon lange hatte sich die junge Reiseverkehrskauffrau auf diesen Ausflug gefreut: „Ich wollte die Stadt unbedingt kennen lernen, und es lohnte sich: Der Alcazar-Palast im maurischen Stil, die Kathedrale, die als größte gotische Kirche der Welt gilt, und nicht zuletzt der Giraldaturm standen auf dem Programm. Zum Glück hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung, um durch die Stadt zu schlendern, gemütlich einen Kaffee zu trinken und Postkarten zu kaufen.“

Maurisches Märchen

„Auf zur Alhambra“ lautete das Motto, als der Ausflug am nächsten Tag von Malaga aus startete. Zum Glück hatte das Trio den Rat der Reiseführerin befolgt und sich dicke Jacken angezogen, denn im Hinterland herrschten empfindliche Temperaturen. Die
Reiseführerin zeigte ihnen den maurischen Märchenpalast mit dem berühmten Löwenhof, der seinen Namen zwölf Wasser speienden Löwen des mittig angelegten Brunnens verdankt, und die schönen Gärten. Anschließend ging es zurück auf das Schiff.

Ein besonderer Fremdenführer Am nächsten Tag in Tanger bot sich am Schiffsanleger ein kleiner Junge als Fremdenführer an. Mehrere Gäste fanden sich zusammen und schlossen sich der Gruppenführung an, die durch die Altstadt Tangers führte. Sie folgten dem Jungen durch die verwinkelten Gassen des Petit Socco, erlebten das bunte Markttreiben auf dem Grand Socco sowie Moscheen und die bezaubernden Manoubia-Gärten, bevor der Junge sich wieder am Schiff verabschiedete und sagte, er müsse nun in die Schule gehen.

Der König von Marokko

Der folgende Tag begann in Casablanca mit einem Ausflug durch Casablanca und Rabat. Die am Meer gelegene Hassan II. Moschee in Casablanca ist mit ihrem 210 Meter hohen Minarett das höchste religiöse Gebäude der Welt. Beeindruckend war auch der Besuch der Kirche Notre Dame de Lourdes mit ihren großen Buntglas-Fenstern. Nach einer kleinen Stärkung in einem Hotel standen anschließend in Rabat der Königspalast und das Mausoleum auf dem Programm. Da der König gerade in seiner Residenz weilte, waren die Besichtigungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Besonders malerisch wirkte die Festung mit ihren hübsch bepflanzten Innenhöfen – eine kleine Oase.

Wellness-Oase

Für den Seetag vor der Fahrt nach Lanzarote hatten die drei Freundinnen einen Tag in der Wellness-Oase gebucht. Das war insbesondere vor dem Hintergrund sehr vorteilhaft, weil es regnete. So hatten die jungen Frauen einen schönen, großen Innenbereich zur Verfügung. Besonders fasziniert war Jacqueline Werzinger vom Jacuzzi und den Erlebnisduschen. Auch am nächsten Tag auf Lanzarote blieb sie mit ihren Freundinnen an Bord, denn die Insel hatte sie bereits auf einer früheren Kreuzfahrt besichtigt. Gegen Mittag wurde es richtig warm, so dass man mit Bikini auf dem Sonnendeck liegen konnte, bevor es am Morgen des 26. Novembers zurück in den deutschen Winter ging. Jacqueline Werzinger: „Die Reise hat meine Kompetenz ein Stück weiter gestärkt. Ich kann meine Kunden noch besser beraten, weil ich ihnen Tipps aufgrund meiner ganz persönlichen Erfahrung geben kann. Das macht dann doppelt Spaß.“ Nächstes Jahr kommt ihr Freund das erste Mal mit auf eine Kreuzfahrt – auf das Rote Meer.

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Kirsten Fähmel

Als ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin kennt sich Kirsten Fähmel auf den Meeren dieser Welt aus. Ob AIDA, TUI Cruises, Costa oder MSC – zu allen großen Kreuzfahrtveranstaltern auf dem Markt kann sie wertvolle Tipps geben. Für Ihre private Reisen zieht es sie regelmäßig an Bord eines AIDA-Schiffes – und dabei bevorzugt ins Mittelmeer oder den hohen Norden.

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