Kreuzfahrt durchs westliche Mittelmeer mit MSC Orchestra

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© Anton_Ivanov - shutterstock.com

Mit der MSC Orchestra durchs westliches Mittelmeer: Was die Karibik für die Amerikaner, ist das Mittelmeer für uns Deutsche: Das Reiseziel der Nation. Fast 350.000 Bundesbürger kreuzten hier im vergangenen Jahr und genossen Sonne und Kulturgenuss. Unser Kreuzfahrtschiff für die Mittelmeerkreuzfahrt ist die MSC Orchestra. Sie ist eine Schwester der kürzlich in Hamburg getauften MSC Magnifica. Beim Ablegen in Genua sind bei spätsommerlichen Temperaturen die Liegen auf den Außendecks am ersten Seetag gut gefüllt.

Landgang in Andalusien

 

Am nächsten Morgen erreicht die MSC Orchestra Malaga. Hier scheint die Sonne stolze 3.000 Stunden im Jahr, rein rechnerisch über acht Stunden täglich! Der Kreuzfahrt Urlauber von heute wandelt auf den Spuren Pablo Picassos, dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt. Oder besucht die Alhambra – die berühmte Burganlage liegt malerisch am Fuß der Schnee bedeckten Sierra Nevada.

Ganz anders Marbella oder Puerto Banos mit schicken Cafés und teuren Boutiquen: ein eigenartiger Gegensatz zu den ursprünglichen kleinen weißen Dörfern Andalusiens – oder zu den knapp eine Fahrstunde entfernt liegenden Höhlen von Nerja. Unterirdische Kathedralen, die vor mehr als fünf Millionen Jahren durch Wasser gebildet wurden, bieten einen faszinierenden Anblick.

Mit der MSC Orchstra geht es weiter nach Cadiz. Als nächstes Ziel lockt Andalusiens Hauptstadt Sevilla. Ist König Juan Carlos oder ein Mitglied der königlichen Familie in der Stadt, dient der Alcazar (Königspalast) als offizielle Residenz und kann nicht besichtigt werden. Empfehlenswerte Alternative ist ein Abstecher nach Jerez de la Frontera – Heimat des Sherrys und edler Vollblutpferde. Mehr als eintausend Bodegas sollen zur Verkostung von Sandemann, Tio Pepe & Co. einladen.

Lissabon und Gibraltar

Eine Fahrt mit der historischen Bahn „Eléctrico“ Nr. 28 begeistert noch immer. Die Originalwagen aus den Dreissigern rattern durch Lissabons enge, verwinkelte Gassen hinauf zum Aussichtspunkt Miradouro Santa Luzia. Sie kennen die Hauptstadt mit ihren kachelgeschmückten Häusern schon? Wie wäre es mit einer Stippvisite zum westlichsten Punkt Europas, dem Cabo da Roca oder zur ehemaligen Sommerresidenz des Königs in Sintra? Auf alle Fälle sollten die Gebäckspezialitäten in der “Confeitaria de Belém” probiert werden.

Beim Landgang in Gibraltar wird ein kleines Überseeterritorium des Vereinigten Königreichs bereten. Es gibt Guinness-Pubs und Fish and Chips, auf den Straßenkreuzungen regeln Polizisten den Verkehr. Per Gondel geht es auf den 367 Meter hohen Signal Hill. An klaren Tagen scheint Afrika zum Greifen nahe zu sein. Aber aufgepasst: Die einzigen frei lebenden Affen Europas haben eine Vorliebe für Handtaschen und Fotoapparate!

Valencia und Alicante

„Wenn es ein Paradies auf Erden gäbe, müsse es im Königreich Valencia liegen“, schwärmte man schon im Mittelalter. In Alicante begeistert das wohl größte Mosaik der Welt: Die Explanada de España besteht aus exakt 6.600.000 Marmorkacheln – jede vier mal vier Zentimeter groß, abwechselnd elfenbein, rot und schwarz.

In Elche, rund 20 Kilometer südwestlich, spenden im größten Palmenhain Europas unzählige dieser majestätischen Pflanzen wohltuenden Schatten, überragt von der „Kaiserlichen Palme“ (Palmera Imperial) – dem weltweit einzigen siebenarmigen Exemplar.

 

Barcelona

 

In Barcelona ist das farbenfrohe Erbe des weltberühmten Künstlers Gaudi allgegenwärtig. Das Ende der Bauarbeiten an seiner bis heute unvollendeten Sagrada Familia ist nicht abzusehen – Dank der eigenwilligen Konzeption muss jeder Stein von Hand angepasst werden, industriell vorgefertigte sind nicht zu verwenden. Immerhin will Benedikt XVI. am 7. November 2010 den Altar der Basilika weihen. Schon jetzt ist Gaudis letztes Werk mit seinen spindelartigen, bis zu 115 Meter hohen Türmen die bekannteste Sehenswürdigkeit der katalonischen Hauptstadt. Nahe Barcelona, dem letzten Halt auf dieser Kreuzfahrt, liegt im Herzen Kataloniens das Kloster Montserrat mit „La Moreneta“, der Schwarzen Madonna. Der Abschied naht – die Ankunft in der geschützten, sonnigen Bucht von Genua mit dem Blick auf die Berge ist ein gelungener Schlusspunkt der eindrucksvollen Reise.

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Daniela Huil

Die Büroleiterin der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale liebt Kreuzfahrten und kann bereits auf unzählige eigens erlebte Kreuzfahrten zurückblicken. Am liebsten genießt Daniela Huil das Kreuzfahrtleben an Bord der Wohlfühlflotte von TUI Cruises. Besonders in Erinnerung bleibt aber die Reise mit der MS Europa 2 von Singapur bis Rangun: „Eine traumhafte Mischung aus Luxus pur auf dem Schiff und unvergesslichen Eindrücken – von der Dynamik Kuala Lumpurs über die religiöse Vielfalt Ranguns bis hin zur Exotik Indiens.“

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