Hier lächelt die AIDAnova

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aidanova auslauf an der meyer werft papenburg
© AIDA Cruises

Das jüngste Mitglied der AIDA-Flotte wird ab November 2018 über die Weltmeere fahren.  Gebaut wird AIDAnova derzeit in der Meyer Werft in Papenburg. Die Kreuzfahrt-Expertinnen Melanie Pigorsch und Vivienne Ahlemeyer waren vor Ort.

AIDAnova ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das komplett mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann – sowohl im Hafen, als auch auf See. Sie ist das erste Schiff der neuen Helios-Klasse und vereint innovatives Design mit modernster Technik für noch mehr Komfort an Bord. Darüber hinaus dürfen sich die Gäste unter anderem über neue Restaurants, einen größeren Spa-Bereich und über das Activity-Deck „Four Elements“ im Dschungelstil freuen. Außerdem locken ein Escape Room auf hoher See und ein TV-Studio mit Platz für rund 500 Gäste sowie zahlreiche weitere Highlights und Neuheiten.

„Bei unserem Besuch konnten wir AIDAnova schon einmal ausgiebig von außen bewundern“, erzählt Melanie Pigorsch von der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale. „Es wurde noch auf Hochtouren gearbeitet, damit das Schiff am 31. August feierlich in Papenburg getauft werden konnte.“ Aber die Mitarbeiter der Meyer Werft kennen sich mit Ozeanriesen aus. „Die Arbeiten verlaufen vollkommen nach Plan“, ergänzt Vivienne Ahlemeyer. Ende Mai wurde das Baudock geflutet und das Kreuzfahrtschiff erstmalig aufgeschwommen. „Bei unserem Besuch war es aber vor allem die Außenbemalung, die uns verraten hat, dass es sich bei dem Schiff eindeutig um ein Mitglied der AIDA-Flotte handelt“, sagt Melanie Pigorsch. „Der Kussmund, die Augen mit Lidstrich sowie die Wellen sind einfach unverkennbar.“ Für den berühmten Mund, der den Bug auf einer Fläche von 250 Quadratmetern ziert, wurden laut AIDA übrigens 50 Liter Farbe in den Farbtönen Schwarz, Orange und Rot verwendet.

Melanie Pigorsch und Vivienne Ahlemeyer haben sich auf dem Gelände der Meyer Werft in Papenburg aber nicht nur ein Bild von der neuen AIDAnova machen können, sondern auch davon, wie vor Ort gearbeitet wird. „Es ist wirklich spannend zu sehen, wie ein Kreuzfahrtschiff entsteht“, erzählt Vivienne Ahlemeyer. Ein Highlight ihres Besuchs war der Blick in die 500 Meter lange Schiffbauhalle 6. Hier werden die Ozeanriesen wie ein gigantisches Puzzle zusammengesetzt.

„Schiffe wie AIDAnova werden aus riesigen Einzelblöcken zusammengesetzt, die bis zu 800 Tonnen wiegen“, sagt Melanie Pigorsch beeindruckt. Selbst die Kabinen werden später fertig angeliefert und dann quasi eingesetzt. „Da läuft niemand mit einzelnen Möbelstücken oder Dekoartikeln durch das Schiffs.“ Die Abläufe vor Ort zu sehen sei absolut bemerkenswert. „Während vorne noch an dem einen Schiff gebaut wird, laufen auch die Arbeiten am zweiten Schiff im hinteren Teil der Halle bereits auf Hochdruck“, sagt Melanie Pigorsch. Tatsächlich können jedes Jahr bis zu vier Schiffe in der Meyer Werft gebaut werden.

aidanova balkonkabine
© AIDA Cruises

Einen bleibenden Eindruck hat auch der Zeitstrahl im Besucherzentrum bei Vivienne

Ahlemeyer hinterlassen. „Er zeigt, wie lange es dauert, bis ein Kreuzfahrschiff getauft wird. Vom Auftrag bis zur Übergabe sind es nur 36 Monate. Der Bau des Schiffs dauert dabei nur rund 18 Monate. Das macht deutlich, wie effektiv in Papenburg gearbeitet wird“, so Vivienne Ahlemeyer. Gästebetreuer führen durch die 3.500 Quadratmeter große Ausstellung, die in neun Ausstellungsbereiche aufgeteilt ist. Dort erwarten den Besucher unter anderem noch 20 Schiffsmodelle im Maßstab 1:100, die in dem Traditionsunternehmen in Papenburg gebaut wurden. Und eine interaktive Seekarte zeigt in Echtzeit an, wo sich gerade die auf der Meyer Werft gebauten Ozeanriesen befinden. „An diesen Besichtigungen kann jeder teilnehmen“, weiß Melanie Pigorsch.

aidanova im bau in der meyer werft
© AIDA Cruises

Nach AIDAnova werden noch zwei weitere Neubauten der Kussmundflotte folgen. Sie sollen 2021 und 2023 in See stechen und ebenfalls der neuen Helios-Klasse angehören.

Julia Korte
Kreuzfahrten sind Ihre Leidenschaft - egal ob auf dem Meer oder dem Fluss. Sie fasziniert diese Urlaubsform, da es die Möglichkeit gibt, innerhalb weniger Tage viele verschiedene Orte zu besuchen und dabei sein Hotelzimmer immer dabei zu haben. Einmal den Koffer auspacken und dann rundum genießen - das gefällt! Neben den großen Kreuzfahrt-Reedereien hat Julia Korte aber auch die "Nischenprodukte" für sich entdeckt - Hurtigruten steht dabei ganz oben auf der Liste.

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