Rhein Schifffahrt mit Burgen, Schlössern und Weinbergen

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© Philipp Dase - shutterstock.com

Rheinromantik: Eine besonders komfortable Gelegenheit, die unzähligen historischen Monumente des Rheintals und der malerisch verträumten Mosel kennen zu lernen, bieten die achttägigen Flusskreuzfahrten mit MS Rhein Prinzessin.

Die Formalitäten bei der Einschiffung in Köln sind in Windeseile erledigt. Somit bleibt vor dem Ablegen noch ausreichend Zeit für einen ersten Rundgang über die Decks. Das 110 Meter lange und 11,40 Meter breite Flusskreuzfahrtschiff überzeugt mit maritimen, eleganten, inneren Werten. Ein Highlight ist das im Heckbereich gelegene Panoramarestaurant, welches während der Essenszeiten phantastische Ausblicke auf den Schiffsverkehr und die abwechslungsreichen, langsam vorbei ziehenden Uferlandschaften gewährt.

Los geht’s in Koblenz

Nach der ersten Nacht an Bord am Anleger in Koblenz steht am nächsten Morgen die Durchfahrt des Oberen Mittelrheintals auf dem Programm. Dabei gehört das Passieren des sagenumwobenen Loreley Felsens bei Sankt Goarshausen zu den romantischen Höhepunkten dieser Rheinkreuzfahrt. Zu Füßen des 125m hohen Schieferfelsens befindet sich die engste und zugleich tiefste Stelle (ca. 25m) im Rhein. Ähnliche Popularität wie die Loreley genießt die Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub. Die ehemalige Zollveste liegt malerisch mitten im Rhein und dürfte zu den bedeutendsten Motiven der oftmals beschworenen Rheinromantik zählen.

Am Nachmittag wird Rüdesheim erreicht. Der überschaubare Weinort hat mehr zu bieten als nur seine bekannte Drosselgasse. Vom Anleger sind es nur wenige Minuten Fußweg zu zahlreichen gemütlichen Weinstuben und dem interessanten Musikkabinett in historischen Gemäuern.

Die nächsten Tage gehören einem der schönsten Flüsse Europas. Stolze Burgruinen, verträumte mittelalterliche Örtchen, steile Weinberge und Felsformationen bestimmen die einzigartige Mosellandschaft. Die Flussreise wird zur “Sehreise”, welche sich am besten vom großzügigen Sonnendeck der Rhein Prinzessin erleben lässt. Der Stopp in Alken dient dem Besuch von Burg Eltz. Die exzellent erhaltene Stammburg der weit verzweigten Adelsfamilie liegt in einer malerischen Tallandschaft. Unbedingt sehenswert ist die Schatzkammer der Eltzer, welche zweimal aus ihren Reihen Erzbischöfe und Kurfürsten des heiligen römischen Reiches deutscher Nation gestellt haben. Andere Orte, wie etwa Zell und Bernkastel-Kues, lassen sich ausgezeichnet auf eigene Faust erkunden.

Tag fünf der Flusskreuzfahrt gehört ganz dem Aufenthalt in Trier und seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten. Die über 2.000 Jahre alte Moselmetropole mit der weltbekannten römischen Porta Nigra und dem romanischen Dom gehört zweifellos zu den historisch interessantesten Städten Deutschlands. Vom Dombezirk nur einen gemütlichen Spaziergang entfernt liegt die ehemalige Residenz der Trierer Kurfürsten. Das wunderschöne Rokoko Palais und die angrenzende rekonstruierte Konstantinbasilika bilden einen ungewöhnlichen, aber dennoch faszinierenden Stil-Mix. Die vor-handene Parklandschaft lädt zum Verweilen ein.

Die sehenswerte Römerstadt Trier

Alternativ zum Besuch der Römerstadt Trier bietet sich ein Ausflug ins benachbarte Großherzogtum Luxemburg an. Die Haupt- und Residenzstadt des kleinen, aber sehr wohlhabenden europäischen Staates ist mehr als einen Besuch wert. Hier mischt sich gekonnt Historie mit Moderne. Die imposanten Glaspaläste der Banken und EU-Verwaltungsbehörden bilden einen reizvollen Kontrast zur Wache vor dem großherzoglichen Palais. Während der letzten Jahrzehnte hat sich das mehrsprachige Land (luxemburgisch, französisch und deutsch) mit seiner überschaubaren Hauptstadt neben Brüssel zu einer zweiten europäischen Metropole entwickelt. Dabei konnte sich das Umland einen sympathischen-ländlichen Charakter bewahren. Nach dem Dinner ist der Panorama-Salon die richtige Wahl, um den erlebnisreichen Tag bei einem guten Glas Moselwein ausklingen zu lassen. Während der Nacht verlässt die Rhein Prinzessin den Anleger in Koblenz mit Kurs auf Cochem.

Entlang an den Ufern der Mosel

Der nächste Vormittag gehört wieder der prächtigen Kulisse an den Ufern der Mosel. Komfort-Kabinen-Gäste (Oriondeck) können diese vom eigenen kleinen Balkon aus genießen. Sämtliche Passagierunterkünfte zeichnen sich durch ein angenehmes
Wohnambiente aus. Die 15 qm großen Kabinen verfügen neben einer individuell regulierbaren Klimaanlage über Radio, SAT-TV, Minikühlschrank, Safe, Telefon und Fön.

Am Nachmittag kommt Cochem mit der berühmten Reichsburg in Sicht. Die imposante Burganlage thront majestätisch über dem Städtchen. Der Aufstieg zur Burg, entweder bequem per Bus oder sportlich zu Fuß, gehört zum touristischen Pflichtprogramm in Cochem. Der Ausblick auf Mosel, Stadt und natürlich auch auf die Rhein Prinzessin ist spektakulär! Vor der Rückkehr zum Schiff sollte in einem der zahlreichen Cafés in Nähe des kleinen historischen Marktplatzes unbedingt vom süffigen Federweißen probiert werden. Auch der vielerorts dazu angebotene ofenfrische Zwiebelkuchen ist eine Sünde wert.

Fahrt nach Koblenz

Erst am späten Abend heißt es wieder “Leinen los”, und die Flusslady fährt nach Koblenz. Die Stadt am Deutschen Eck liegt verkehrsgünstig an Rhein und Mosel. Vom Anleger der Flusskreuzfahrtschiffe am Moselufer sind es nur wenige Meter in die sehenswerte Altstadt. Neben zahlreichen Kirchen und historischen Gebäuden (u.a. das Geburtshaus von Fürst von Metternich) ist hier eine Vielzahl von Antiquitätengeschäften, Galerien und Modeboutiquen zu finden. Fotofreunden hingegen ist der Ausflug zur Festung Ehrenbreitstein sehr zu empfehlen. Der Ausblick auf das Deutsche Eck mit dem berühmten Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. und den beiden Flüssen ist einmalig. Zurück auf der anderen Rheinseite bietet sich ein Spaziergang zum ehemaligen kurfürstlichen Residenzschloss an. Der ganze Stolz von Clemens Wenzeslaus von Sachsen, dem letzten Herrscher des Trierer Kurstaates, wird bei der Bundesgartenschau 2011 eine wichtige Rolle spielen.

Nach einem Nachtlager in Linz setzt das Flusskreuzfahrtschiff am frühen Morgen die Rückfahrt nach Köln fort. In der Domstadt endet eine sehr erholsame Flusskreuzfahrt in die facettenreiche, europäische Geschichte.

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Thomas Rolf

Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: „Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff.“

1 Kommentar

  1. Eine solche Kreuzfahrt auf dem Rhein ist wirklich wunderbar – ich habe dies 2006 auch unternommen, danach ging es dann noch auf der Wein Route durch das schöne Moseltal, diese Landschaft ist wunderbar atemberaubend, einfach nur phantastisch. Auch die hier angesprochene, nahezu metaphorische Rheinromantik hat mich in ihren Bann gezogen. Ein unvergessliches Erlebnis das ich nur jedem empfehlen kann.

    Gruß
    Cora

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