Perlen der Adria

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perlen der adria schiff in der adria
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Wunderschöne Städte mit prächtigen Bauwerken, traumhafte Landschaften und ein Fernsehstar der etwas anderen Art – all das und noch vieles mehr erlebt man auf einer Kreuzfahrt von Venedig bis Korfu und wieder zurück. Dabei wird deutlich: Das Gute liegt oft näher als man denkt.

Die Adria ist das lang gestreckte nördliche Seitenbecken des Mittelmeeres. Sie grenzt an Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien. Vor allem die italienischen Badeorte wie Rimini, Triest oder Jesolo sind bei Urlaubern bekannt und beliebt. So ein Strandurlaub kann jedoch schnell ziemlich eintönig werden, denn wer seine Tage nur an einem Ort verbringt, der verpasst die vielen wunderschönen Orte in der Region. Wer sich stattdessen auf eine Adria-Kreuzfahrt begibt, zum Beispiel mit der AIDAblu, wird staunen.

Tag 1 – 2: Venedig

Weil Venedig direkt an der nördlichen Adriaküste liegt, ist die Stadt der perfekte Ausgangspunkt für eine Adria-Kreuzfahrt. Ein weiterer Vorteil: In weniger als zwei Stunden erreicht man mit dem Flieger die italienische Lagunenstadt. Wer lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, kann sogar ganz bequem mit dem Auto anreisen (Infos im Kasten). Der erste Tag der Reise steht ganz im Zeichen des Kennenlernens. Nach dem Check-in bleibt genügend Zeit, die Decks zu erkunden oder einfach am Pool zu entspannen, ehe dann am Abend der Anker gelichtet wird und die Reise beginnt. An deren Anfang steht direkt ein Seetag, der zum Faulenzen einlädt.

Tag 3: Korfu

Perlen der Adria korfu
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Der erste Hafen, den das Schiff an Tag drei ansteuert, ist der von Korfu-Stadt. Die griechische Insel ist ein beliebter Zwischenstopp bei Adria-Kreuzfahrten – und das zu Recht. Schon die  österreichische Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, hat sich hier einst eine Residenz bauen lassen: das Achilleion. Heute ist der Palast ein beliebtes Ausflugsziel, denn nicht nur der Bau an sich ist sehenswert, sondern auch die Aussicht von dort aus. Auch ein Besuch der Altstadt von Korfu-Stadt lohnt sich. Die historischen Gebäude sind zum großen Teil gut erhalten. Ein besonderes Highlight sind dabei die Kolonnaden mit ihren kleinen Geschäften, die einige Straßen säumen. Auch die Alte Festung ist ein tolles Ausflugsziel. Sie befindet sich auf einer Halbinsel und bietet deshalb einen ganz anderen Blick auf die Stadt und den Hafen. Wer es gerne etwas abenteuerlicher mag, der kann bei einer Jeep-Tour oder einer geführten Wanderung das bergige Landesinnere erkunden. Oder aber man verbringt einen entspannten Tag am Strand.

Tag 4: Bari

der hafen von bari
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Nach dem kurzen „Abstecher“ nach Griechenland, geht es wieder zurück ans italienische Festland und zwar nach Bari. Der Hafen der Stadt gehört zu den wichtigsten Anlegeplätzen Italiens an der Adria: Hier gehen nicht nur Kreuzfahrtschiffe vor Anker, von hier aus starten auch regelmäßig Fähren in Richtung Balkan. Viel interessanter als der Hafen ist jedoch die Altstadt. Die hübschen, weiß getünchten Häuser, engen Gässchen und die kleinen Geschäfte laden zum Bummeln ein. Über allem thront die Kathedrale San Sabino aus dem 12. Jahrhundert. Bari liegt in Apulien. Die Region ist für ihre steinernen Rundhäuser – genannt Trulli – bekannt. Wer von mittelalterlicher Baukunst angetan ist oder auch einfach nur eine fantastische Aussicht genießen möchte, der sollte das Castel del Monte besuchen. Leckermäulchen besuchen hingegen das Städtchen Otsuni. Die Spezialitäten der Stadt sind Olivenöl, Pasta, Gemüse und Fisch.

Tag 5: Dubrovnik

Serienfans kennen den nächsten Stopp vor allem aus dem Fernsehen, denn Dubrovnik ist einer der Drehorte der erfolgreichen TV-Serie „Game of Thrones“. Aber auch alle, die mit der Serie nichts anfangen können, werden von der „Perle der Adria“ begeistert sein. Diesen Beinamen trägt die Stadt in Kroatien vollkommen zu Recht. Die Altstadt, die seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, wird von einer mächtigen Stadtmauer eingerahmt. Weil die Sehenswürdigkeiten im Stadtkern nah beieinander liegen, kann man Dubrovnik sehr gut bei einem Spaziergang erkunden und das mittelalterliche Flair dabei auf sich wirken lassen. Sehenswert sind neben der Stadtmauer auch das mächtige Pile-Tor, der autofreie Stadtkern und die Festung Lovrijenac. Möglich ist auch die Fahrt mit einer Seilbahn. Sie bringt Besucher auf den  412 Meter hohen Hausberg Srđ. Von dort oben aus bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Stadt, die Inselwelt und den Alten Hafen. Wer die Stadt verlässt, hat die Möglichkeit baden zu gehen, Naturschutzgebiete zu erkunden oder Wein zu kosten.

Tag 6: Zadar

perlen der adria kirche in zadar
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Auf dem Weg zurück nach Venedig liegt die kroatische Stadt Zadar. Der Hafen grenzt unmittelbar an die Altstadt, die auf einer schmalen Landzunge am Kanal von Zadar liegt. Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück – bis in die Antike. Das Kulturerbe der Hafenstadt umspannt bedeutende Kirchen und Bauwerke verschiedener Epochen von der Römerzeit bis heute. Ein ganz besonderes Highlight in Zadar ist allerdings alles andere als altertümlich. Die Meeresorgel an der Hafenpromenade ist ein Kunstwerk des Architekten Nikola Bašić und soll Besucher musikalisch willkommen heißen. Das Meerwasser strömt an dieser Stelle durch Rohre und erzeugt so die „Meeresmusik“. Direkt daneben schuf Bašić noch eine weitere Installation, die „Gruß an die Sonne“ heißt. Sie ist ein Modell des Sonnensystems und besteht aus dreihundert mehrschichtigen Glasplatten, die nach Sonnenuntergang die „Meeresmusik“ mit einem Lichtspiel begleiten.

Tag 7 – 8: Venedig

Wer hat nicht schon mal vom Canal Grande, von der Rialto-Brücke oder dem Markusplatz gehört? Venedig ist wunderschön und wer die Gelegenheit hat, sollte die Stadt unbedingt erkunden. Deshalb planen viele Reedereien mittlerweile einen längeren Aufenthalt in der italienischen Lagunenstadt ein. Auf die Besucher warten mehr als 400 Brücken, 120 Inseln und Gebäude, die auf Millionen von Holzpfählen erbaut wurden. Das Zentrum der Stadt bilden der Markusplatz und die Piazzetta mit dem Markusdom, dem Dogenpalast, der Seufzerbrücke und dem 99 Meter hohen Campanile. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die zahlreichen Paläste, über 100 Kirchen, Museen und Kunstsammlungen. Bei einem Bummel durch die Gassen wird schnell klar, warum Touristen Venedig so sehr lieben. Faszinierend sind nämlich nicht nur die prächtigen Gebäude. Auch die Tatsache, dass sich der Verkehr in der Stadt nicht auf der Straße abspielt, sondern auf den 160 Kanälen, zieht Besucher in ihren Bann. Venedig lässt sich nicht nur wunderbar zu Fuß erkunden, auch eine stil-echte Fahrt mit einer Gondel sollte man sich nicht entgehen lassen. Und wer  über den Tellerrand schauen möchte, der kann der Murano einen Besuch abstatten. Berühmt ist die Laguneninsel unweit von Venedig für ihre Glaskunst. Bis heute haben hier zahlreiche Glasfabriken ihren Sitz und Besucher können den Glasbläsern über die Schulter schauen. Sie zaubern Ketten, Armbänder und Ringe, Schalen, Vasen und Gläser – die perfekten Andenken an eine perfekte Kreuzfahrt.

INFOKASTEN

Mit dem Auto zum Hafen

Die italienischen Kreuzfahrthäfen Venedig, Genua und Savona kann man auch mit dem Auto erreichen. Wer ein paar Tage Zeit hat, kann früher anreisen und so noch die ein oder andere Übernachtung entlang der Strecke einplanen und die schöne Landschaft genießen. So beginnt der Urlaub schon vor der Kreuzfahrt.

An den Häfen stehen für die Kreuzfahrtpassagiere Parkplätze zur Verfügung. Der genaue Ablauf ist von Hafen zu Hafen allerdings unterschiedlich. Teilweise kann man sein Auto dem Parkpersonal übergeben oder es selbst zum Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrt-Terminals bringen. Ist die Distanz zwischen Parkplatz und Kreuzfahrtterminal größer, werden auch Shuttle-Busse abgeboten.

Je nach Kreuzfahrtteminal liegen die Preise zwischen 10 bis 20 Euro pro Tag, 90 bis 110 Euro pro Woche und 140 bis 170 Euro für zwei Wochen. Da die Zahl der Stellplätze jedoch begrenzt ist, sollte man den Parkplatz schon vor der Abreise buchen.

 

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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