Mexiko – Ein Land mit vielen Facetten

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Das vielseitige Mexiko lässt jedes Kreuzfahrerherz höherschlagen, vereint es doch Natur und Kultur auf einzigartige Weise. Stellt sich bei der Bandbreite an Möglichkeiten nur noch die Frage: In welchen Hafen Mexikos soll die Reise gehen?

Uralte Kultstätten und Pyramiden, Bilderbuchstrände und aufregende Tauchgebiete, Palmen und einsame Wüsten, artenreiche Mangroven- und Regenwälder, kristallklare Cenoten, kleine Fischerdörfer oder pulsierende Städte im Kolonialstil. Mexiko – das ist ein Land mit vielen Facetten und damit auch ein Traumziel für Kreuzfahrten. Denn kaum ein Land vereint unglaubliche Wunder der Natur mit solch einer einzigartigen Kultur und Geschichte. Da sollte es leicht fallen, sich für eine Kreuzfahrt nach Mexiko zu entscheiden. Wir stellen die schönsten Häfen vor und verraten, welche Erlebnisse dort auf Kreuzfahrtgäste warten:

Cozumel

Cozumel liegt unmittelbar vor der Halbinsel Yucatán und ist die größte Insel Mexikos. Das Eiland entwickelte sich in den vergangenen Jahren dank der idyllischen Strände, dem großen Angebot an Wassersportmöglichkeiten und der Maya-Ruinenstätte San Gervasio zu einem beliebten Ferienziel. Einst galt Cozumel als Wallfahrtsort für Maya-Pilger, die der Mondgöttin Ixchel ihre Ehre erweisen wollten. Die Ausgrabungsstätten El Cedral und San Gervasio vermitteln noch heute ein eindrucksvolles Bild dieser Zeit. Im Museo de la Isla in der Inselhauptstadt San Miguel de Cozumel kann der Besucher Fundstücke der Naturgeschichte der Insel besichtigen. Wer lieber die Unterwasserwelt Cozumels erkunden möchte, genießt die bekannte Lagune Chankanaab.

Sie liegt nur 15 Fahrminuten vom Hafen entfernt. Unterwasserhöhlen, ein Korallenriff, eine Meereslagune sowie mehr als 50 Arten tropischer Fische, Muscheln und Korallen bilden ein natürliches Aquarium. Hier werden auch Expeditionen mit Unterwasser-Schiffen angeboten. Generell bietet das Riffsystem rund um die Insel großartige Einblicke in die Meereswelt mit Fischen, Schildkröten oder Delfinen. Wer von Cozumel aus aufs Festland übersetzen möchte, erreicht nach etwa 45 Minuten Fährfahrt den Hafen von Playa del Carmen. Von hier aus lassen sich mit Bussen weltberühmte Maya-Ruinen wie Cobá anfahren. Am nächsten gelegen ist die uralte Festungsstadt Tulum, die wahrscheinlich am schönsten gelegene Maya-Stätte. Auf Klippen, zwölf Meter über dem Ozean erbaut, bietet das Gelände einen atemberaubenden Anblick mit karibischem Flair.

Costa Maya – Mahahual

Südlich von Cozumel liegt der neueste Hafen auf der mexikanischen Halbinsel: der Puerto Costa Maya, der Hafen von Mahahual. Schon bei der Anfahrt können Kreuzfahrer die kleinen Fischerhäfen der umliegenden Dörfer betrachten, die sich wunderbar in das Bild der Küste einfügen. Das Dorf erreicht man bequem zu Fuß – und wird hier auf dem Dorfplatz von Folklore begleitet. Dort findet regelmäßig der Danza del Volador, der Tanz der fliegenden Männer, statt. Diese Vorführungen sind extrem beeindruckend. Die Männer, genannt Voladores de Papantla, klettern auf einen 25 Meter hohen Pfahl. Vier von ihnen wickeln sich Seile um ihre Hüften und lassen sich kopfüber nach unten hängen. Ein fünfter Mann versetzt den Pfahl in Schwingungen, sodass sich die Seile langsam abwickeln. Begleitet von Trommel- und Flötenmusik schweben die Männer dem Boden entgegen.

Die landestypische Küche kann in den Restaurants entdeckt werden. Wie wäre es mit fangfrischem Fisch und dazu ein Bier, einen Tequila oder Mezcal? Auch ein Geheimtipp: die mexikanische heiße Schokolade, die nach einem uralten Rezept mit herrlichen Gewürzen verfeinert wird. Von Mahahual aus kann ein Landausflug ins Biosphären-Reservat Sian Kaʹan unternommen werden. Hier befinden sich zauberhafte Lagunen, Korallenriffe und eine nahezu unberührte Natur. Zu weiteren Ausflugszielen gehören die archäologischen Zonen von Dzibanche und Kohunlich, die Süßwasserlagune von Bacalar oder einer der kilometerlangen weißen Karibikstrände. Nicht weit von Mahahual entfernt liegen weitere Maya-Stätten und aufregende Cenoten. Die gesamte Costa Maya ist unterhöhlt. Die teilweise oder vollständig eingestürzten ehemaligen Karsthöhlen sind eine Besonderheit Yucatáns und wurden schon von den Mayas als Brunnen genutzt.

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Progreso

Ein besonderer Anblick präsentiert sich Kreuzfahrern beim Einlaufen ihres Schiffes in den Puerto Progreso. Denn er wartet mit einem der längsten Piers der Welt auf. Der wichtigste Hafen im Norden der Peninsula Yucatán wurde einst für Fischfang und den Handel mit Sisal erbaut. Umgeben von einem langen, feinsandigen Strand, lädt er zum Schwimmen, Surfen und Kajakfahren ein. Auch die Promenade Avenida Malecón des schönen Hafenstädtchens Progreso ist einen Besuch wert. Weithin sichtbar ist der 40 Meter hohe Leuchtturm, der 1891 fertiggestellt wurde. Naturfreunde kommen außerdem im nicht weit entfernten Naturschutzgebiet El Corchito in den Mangroven auf ihre Kosten. Neben einer interessanten Tierwelt, zu der unter anderem Flamingo-Kolonien gehören, kann man in glasklaren Cenoten baden.

Als Tor zu Yucatán ist Progreso aber auch der optimale Ausgangspunkt, um Ausflüge ins Inland zu unternehmen und in die Welt der Mayas einzutauchen. Schließlich wartet nicht weit entfernt eines der sieben Weltwunder: Die bedeutendste Ruinenstätte der mexikanischen Halbinsel Chichén Itzá. Gegründet im Jahr 440 war sie das größte politische Handelszentrum der Mayas und dem Gott Kukulcan geweiht. Tipp: Die Maya-Gebäudeanlage Uxmal liegt deutlich näher, ist nicht so überlaufen, aber nicht weniger beeindruckend. Auch eine Stippvisite im 36 Kilometer entfernten Mérida, der Hauptstadt Yucatáns, lohnt sich. Hier erlebt man das landestypische quirlige Leben in den belebten Markthallen voller fremder Gerüche oder auf dem Plaza Grande, auf dem viele Stadtfeste stattfinden.

Acapulco

Werfen wir einen Blick auf die westliche Seite Mexikos, auf die pazifische Küste: Dort liegt mit Acapulco einer der berühmtesten Badeorte Mexikos. Der Naturhafen, der um 1530 von dem Spanier Hernán Cortés zum wichtigsten Hafen des Pazifiks ausgebaut wurde, diente als Ausgangspunkt für Expeditionen in die Südsee und nach Asien. Heute legen hier Kreuzfahrtschiffe an, um ihren Gästen einen Besuch der immer pulsierenden „Perle des Pazifiks“ zu ermöglichen. Von der sechs Kilometer breiten Bucht mit dem Namen Santa Lucia aus haben sie einen großartigen Blick auf die Skyline. Direkt vor den Toren Acapulcos endet die Gebirgskette Sierra Madre del Sur und umrahmt die Bucht mit einer bis zu 400 Metern hohen Bergkette.

Touristen wie Einheimische genießen den Aufenthalt im bedeutendsten Badeort Mexikos wahrscheinlich auch gerade wegen dieses Ausblicks – und natürlich auch wegen der wenigen Regentage sowie einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 25 Grad. Eine Tradition in Acapulco ist das Klippenspringen, das bereits rund 100 Jahre zurückreicht. Die Fischer von Acapulco, die von ihren Fischzügen zurückkehrten, bewiesen ihren Mut, indem sie auf eine 35 Meter hohe Klippe kletterten, um danach in das nur fünf Meter tiefe Meer zu springen. Noch heute versammeln sich viele Zuschauer, um diesem Spektakel beizuwohnen. In der Stadt kann man außerdem auf den Spuren der Conquista, der Unabhängigkeit und der Moderne wandeln. Sehenswert sind etwa die Altstadt oder die Festung San Diego, die 1616 zur Abwehr von Piraten erbaut wurde.

Puerto Vallarta

Nördlich von Acapulco liegt das etwas kleinere und ruhigere Puerto Vallarta am Ufer der Banderas-Bucht. Der 100 Kilometer lange Strand an der Westküste ist eine der größten Buchten der Welt und Tummelplatz für Meeressäuger. Die Unterwasserwelt hier ist ein echtes Paradies für Schnorchler und Taucher. Deshalb bietet es sich an, vom Hafen aus eine Schnorcheltour oder eine Whale-Watching-Bootstour zu starten. Puerto Vallarta selbst hat eine hübsche Altstadt im Kolonialstil vorzuweisen, und auf der Fahrt vom Hafen Richtung Süden präsentieren sich einige traumhafte naturbelassene Strände, die zum Sonnenbaden und Schwimmen einladen – zum Beispiel der Strand Los Muertos, die Playa Olas Altas oder der Playa Conchas Chinas. Ebenso verlockend ist der Wald des Landes: Wanderungen durch dichtes Baumwerk mit tropischen Pflanzen- und Tierarten lohnen sich.

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Kirsten Fähmel
Als ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin kennt sich Kirsten Fähmel auf den Meeren dieser Welt aus. Ob AIDA, TUI Cruises, Costa oder MSC - zu allen großen Kreuzfahrtveranstaltern auf dem Markt kann sie wertvolle Tipps geben. Für Ihre private Reisen zieht es sie regelmäßig an Bord eines AIDA-Schiffes - und dabei bevorzugt ins Mittelmeer oder den hohen Norden.

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