Marokko entdecken!

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© Ekaterina Pokrovsky - shutterstock.com

Viele Kreuzfahrten führen nach Casablanca und Agadir. Beide Städte sind für sich schon ein Erlebnis: Casablanca – die weiße Stadt am Meer mit dem Spannungsbogen aus traditioneller Medina und aufstrebender Weltmetropole, Agadir als Urlaubsmetropole Nr. 1 mit vielen Strandhotels. Agadir präsentiert sich durchweg modern, da die Stadt 1960 bei einem Erdbeben zerstört wurde. Nur die 240 Meter hoch gelegene Ruine der Saadier-Kasbah von 1541 erinnert an die geschichtlichen Wurzeln. Von beiden Städten lässt sich Marokko vortrefflich mit Ausflügen erkunden.

Casablanca

Man kann nicht nach Casablanca reisen, ohne die weltberühmte Moschee zu sehen. 1980 wünschte sich König Hassan II. den Bau eines einzigartigen Wahrzeichens in Casablanca: „Ich möchte eine Moschee auf dem Wasser bauen, da ist Gottes Thron auf dem Wasser.“ Gesagt, getan. Gebaut wurde von 1986 bis 30. August 1993. Das Gebäude ragt auf einer immensen Plattform weit in den Atlantik hinein und ist mit seinem 210 m hohen Minarett das höchste Gotteshaus der Welt. Mit der Grundfläche des Gebäudes von 20.000 m² ist es die siebent größte Moschee der Welt.

Fès

„Bezaubernd“, „faszinierend“, „in den Bann ziehend“ sind Attribute, die alle auf Fès zutreffen. Von Casablanca aus ist es zwar eine vierstündige Reise bis in die älteste der vier Königsstädte (Fès, Marrakesch, Meknès, Rabat), aber es lohnt sich! Durch das Tor von Bab Boujeloud gelangt man hinein in die mittelalterliche Stadt. Die Handwerker bearbeiten hier mit viel Geschick Bleche und Holz, Frauen backen Brot im öffentlichen Ofen, Weber geben sich ein Stelldichein. Der Esel ist heute noch das einzige zugelassene Fortbewegungsmittel in der Medina. Von hier gelangt man geradewegs zur Kairawine-Moschee. Die 1351 gegründete Koranhochschule Medersa Bou Inania besticht durch ihre reiche maurische Ornamentik und kunstvolle Mosaiken. Von der Terrasse des Palastes Mnebhi lässt sich ein atemberaubendes Panorama erleben.

Rabat

Die alte Königsstadt und heutige Hauptstadt hat einen prächtigen Palast, der heute noch zahlreiche politische und öffentliche Institutionen beherbergt. Der mit afrikanischen Tulpenbäumen umpflanzte Paradeplatz gehört ebenso zum Palastbezirk. Das prächtige Mausoleum Mohammed V. ist „königstypisch“ mit Carrara-Marmor, Blattgold und Onyx verziert. Es grenzt an die unvollendete Hassan-Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Auch die mächtigen Mauern der Oudaia-Kasbah versetzen in Staunen.

Marrakesch

Für diesen Ausflug muss man wie bei Fès vier Busstunden ab Casa-blanca rechnen, aber die Stadt zu Füßen des Atlas-Gebirges hat es in sich: Vom imposanten Minarett der Moschee des Koutoubia, „Moschee der Buchhändler“ in der Medina ruft der Muezzin jeden Tag zum Gebet.

Der Palast Bahia von 1880 diente als Kulisse berühmter Filmklassiker wie Ali Baba und die 40 Räuber, der Löwe der Wüste und Casa-blanca: „Play it again, Sam …“. Im Herzen Marrakeschs lädt die Medina mit ihrem bunten Gassengewirr zu einem Spaziergang ein. Bei den „Riad“ geht es ruhiger zu. Die reich verzierten, historischen Gebäude mit ihren luxuriösen Gärten verleihen der Stadt einen unvergleichlichen Reiz.

Auf dem berühmtesten Platz Marrakeschs, dem Djemaa el Fna, wimmelt es nur so von Tänzern, Zauberern und Schlangenbeschwörern. Nicht umsonst wurde er als „immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ von der UNESCO ausgezeichnet.

Taroundannt

Die Stadt mit ihrer faszinierenden Lage vor dem Atlas-Gebirge gilt als „kleine Schwester“ Marrakeschs und ist mit dem Bus ab Agadir in eineinhalb Stunden zu erreichen. Die 14 Meter hohe Stadtmauer mit ihren stolzen Zinnen ist absolut beeindruckend. Es macht einfach Spaß, sich durch die Gassen der aus Lehm erbauten Medina zu schlängeln und in das quirlige Treiben der Souks einzutauchen, um mit den Händlern um jeden Dirham zu feilschen. Nach der Schnäppchenjagd empfiehlt sich ein frischer Minztee zur Entspannung.

Zu Kamel und hoch zu Ross

Mal ein Alternativprogramm ab Agadir, es muss ja nicht immer Sightseeing sein: Denn auf einem „Wüstenschiff“ oder auf einem Pferderücken lässt sich die Natur Marokkos intensiv erleben. Man reitet entlang des Sous-Flusses durch eine Landschaft mit Eukalyptus-Bäumen – und mit Glück erblickt man rosa Flamingos.

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Thomas Rolf

Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: „Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff.“

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