Kreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau

0
608
winter-in-st-petersburg
© Sergey Andreevich - shutterstock.com

Die russische Seele entfaltet sich wie eine duftige Blume in den Weißen Nächten von St. Petersburg. Eine Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau zieht immer mehr Menschen in ihren Bann, denn hier spannt sich ein Bogen zwischen geballter Kultur und unberührter Natur mit malerischen Landschaften.

Inzwischen bieten viele Veranstalter Flussreisen zwischen den beiden Städten an – hier ein exemplarischer Reiseverlauf mit der MS Lavrinenkov.

1.-3. Tag: St. Petersburg

Der Anreisetag beginnt mit Einschiffung, Auspacken und Akklimatisieren an Bord. Auf dem Schiff mit Vier-Sterne-Komfort gibt es ausschließlich Außenkabinen, so dass man keine Sehenswürdigkeit verpasst.

Der zweite Tag fängt mit einer Stadtrundfahrt an. Sie führt vorbei an der Heilig Blut Basilika mit ihren bunten Zwiebeltürmen, dem Winterpalast, dem Schlossplatz, der Peter-Paul-Festung, der Isaak-Kathedrale und dem Newskij-Prospekt, der Prachtmeile der Fünf-Millionen-Metropole. Nachmittags lohnt sich ein Ausflug mit dem Bus zum Peterhof, der Sommerresidenz Peters I., die etwa 30 Kilometer von der Zarenstadt entfernt direkt an der Küste des Finnischen Meerbusens liegt.

Der dritte Tag startet mit der Besichtigung des Winterpalastes: Herrschaftliche Säle und prächtige Treppen beeindrucken neben der 2,7 Millionen Exponate zählenden Kunstsammlung. 25 Kilometer südlich von St. Petersburg liegt im heutigen Pushkin der Katharinenpalast, der unter Peter I. als Sommersitz für seine Frau Katharina erbaut wurde. Das berühmte Bernsteinzimmer in dieser Perle des Rokoko war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. an den Zaren.

4. Tag: Mandrogi

Am linken Ufer des Flusses Swir liegt das ehemalige Fischerdorf Mandrogi, dessen Park mit zahlreichen Holzstatuen von Alexander Pushkin zu einem Spaziergang lockt. Ebenfalls auf eigene Faust lässt sich der Elchpark erkunden. Im zweiten Weltkrieg durch ein Feuer zerstört, kaufte Anfang der 90er Jahre ein reicher Russe das Dorf und ludt die besten Holzbaumeister dazu ein, ihre altrussische Baukunst zu de-monstrieren. Inzwischen hat sich Mandrogi zu einem idyllischen Ort entwickelt.

5. Tag: Museumsinsel Kishi

Auf Kishi, einer der größten Inseln im nördlichen Onegasee in Karelien, empfängt die 35 Meter hohe Verklärungskirche, die von 22 Kuppeln gekrönt wird, ihre Besucher. Neben diesem Meisterwerk der Holzbaukunst zeigt das Freilichtmuseum traditionelle Bauernhöfe. Im umliegenden Kishi-Reservat werden zahlreiche Vögel, Tiere und Bäume beschützt.

6. Tag: Weißer See – Goritzy


Das kleine Dorf liegt an der Scheksna in der Nähe der Kreisstadt Kyrillow. Diese beherbergt ein Kloster, das 1397 von dem russischen Mönch Kyrill aus dem Moskauer Simonovkloster gegründet wurde. Auch die Auferstehungs- und die Dreifaltigkeitskathedrale präsentieren sich attraktiv.

7. Tag: Jaroslawl

Die 630.000 Einwohner zählende Stadt wartet mit vielen Kirchen und Klöstern auf. Die Stadtrundfahrt führt durch das Zentrum mit seinen schönen Uferpromenaden, zum Iljanska-Platz, zur Prophet-Ilias-Kirche und zum Verklärungskloster.

8. Tag: Uglitsch

Rund zehn Minuten Fußweg sind es zu Kreml, der das städte-bauliche Zentrum des Ortes bildet. Auf keinen Fall sollte man einen Besuch der Dimitrij-Blut-Kirche verpassen, sieht man hier doch wunderschöne Ikonen der Schulen Moskau, Uglitsch und Kostroma.

9.+10. Tag: Moskau


Die Stadtrundfahrt führt unter anderem zu legendären Schauplätzen wie dem Roten Platz mit dem Kreml, dem Kaufhaus Gum und der Basilius-Kathedrale. Wer abends noch Lust hat, etwas zu unternehmen, kann eine Ballettveranstaltung besuchen. Der nächste Tag steht ganz im Zeichen des Kreml, dem ältesten Teil der Moskauer Hauptstadt.So wie die Reise in einer Metropole begann, so endet sie auch – mit dem Zauber vergangener Jahrhunderte.

Tipp:

Für alle, die sich die Städte ganz in Ruhe ansehen möchten: einfach ein Vor- und/oder Nachprogramm in St. Petersburg / Moskau anhängen.

Teilen
Thomas Rolf

Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: „Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff.“

Kommentieren Sie den Artikel

*