Kreuzfahrt durch das karibische Paradies

0
7
© Istock

Die Karibik – schon die bloße Erwähnung des Wortes weckt die Reiselust. Kein Wunder, schließlich denkt man direkt an meterhohe Palmen, türkisblaues Wasser und an ganz viel Sonnenschein und karibische Lebensfreude. Ein Urlaubsziel zu schön, um wahr zu sein? Nein!

Die Karibik hält, was die Urlaubsprospekte und Reiseführer versprechen. Am besten lässt sich dieses traumhafte Fleckchen Erde an Bord eines Kreuzfahrtschiffes erkunden, denn die nach dem Volk der Kariben benannte Karibik besteht aus Tausenden Inseln und zahlreichen Inselgruppen, die sich auf einer Gesamtfläche von rund 220.000 Quadratkilometern im westlichen Atlantik von Florida im Norden bis Venezuela im Süden erstrecken. Geografisch gehört sie zu Mittelamerika. Den nördlichen Rand bilden die Großen Antillen, die sich unter anderem aus den vier größten Inseln der Karibik – Kuba, Jamaika, Hispaniola und Puerto Rico – zusammensetzen. Deutlich kleiner sind die Inseln, die gemeinsam die Kleinen Antillen bilden. Sie bestehen aus über 50 Inseln – darunter Barbados, Martinique und Curaçao. Hinzu kommen die Inseln, die im offenen Atlantik liegen wie die Bahamas, die Turks und Caicos-Inseln und die Bermudas.

Die Karibik hat mehr zu bieten

Dank des tropischen Klimas mit ganzjährigen sommerlichen Temperaturen verbinden die meisten mit der Karibik vor allem Traumstrände. Sie ist aber nicht nur die perfekte Destination für Sonnenanbeter, sondern auch für Kulturinteressierte und Abenteurer. Zwar laden versteckte Buchten, lange Küstenstreifen und kristallklares Wasser zum Faulenzen und Baden ein, doch dank tropischer Regenwälder, imposanter Wasserfälle und wunderschöner Naturreservate sind viele Inseln auch ein Paradies für Wanderer. Wer gerne schnorchelt oder taucht, ist in der Karibik ebenfalls genau richtig, denn dort gibt es die schönsten Riffe der Welt. In traumhaften Lagunen trifft man auf farbenprächtige Korallen, faszinierende Fische und vielleicht sogar auf Stachelrochen und Schildkröten. Doch nicht nur landschaftlich haben die Inseln viel zu bieten, sondern auch kulturell. Das liegt vor allem an der bewegten Kolonialgeschichte, auf die die etwa 40 Millionen Menschen im Karibikraum zurückblicken. Einst ließen sich dort spanische, englische, französische und niederländische Eroberer nieder. Entsprechend bunt ist das Sprachengewirr auf den Inseln.

© istock

So gibt es noch heute die französische und die britische Karibik sowie die ehemaligen Niederländischen Antillen. Spanisch wird unter anderem noch auf Kuba und in der Dominikanischen Republik gesprochen. Wer sich für die Geschichte der Inseln  interessiert, kann während der Landausflüge altehrwürdige Festungen erkunden oder Plantagen und kleine Kirchen besuchen. Die Ausflugsmöglichkeiten sind schier unendlich. In St. Kitts können Besucher zum Beispiel mit einem Zug fahren, der früher Zuckerrohr von den Feldern zur Küste transportiert hat. Die wilde Seite Curaçaos lernt man bei einer Quad- oder Strandbuggy-Tour in den Westen der Insel kennen und erfährt dabei noch so einiges über die Ureinwohner der Insel. Auf Barbados hat die älteste Rum-Destillerie der Welt ihre Tore für Besucher geöffnet. Apropos Rum: Das berühmte Getränk ist Basis für viele beliebte Cocktails wie Piña Colada, Cuba Libre und Mojito. So kann man stilvoll auf eine gelungene Karibik-Kreuzfahrt anstoßen. Urlaubsstimmung und gute Laune kommen auch beim Lauschen karibischer Rhythmen auf. Die wohl bekannteste Stilrichtung ist der Reggae. Er hat seinen Ursprung auf Jamaika und wurde hierzulande durch Bob Marley, den berühmtesten Sohn der Insel, bekannt.

Unglaublich viele Routen

So vielseitig wie die Inseln und Häfen in der Karibik sind auch die Routen, die die Reedereien anbieten. Egal ob westliche, östliche oder südliche Karibik – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der Klassiker sind einwöchige Kreuzfahrten, auf denen in der Regel vier bis fünf Inseln angesteuert werden. Wegen der langen Anreise bieten deutsche und europäische Reedereien meist Kreuzfahrten mit einer Reisedauer von zehn bis vierzehn Nächten an.Zudem bieten immer mehr Reedereien Karibik-Kreuzfahrten in Verbindung mit Landgängen in Mexiko an. Beliebte Abfahrtshäfen sind außerdem Fort Lauderdale oder Miami im US-Bundesstaat Florida sowie New York an der amerikanischen Ostküste.

Karibik – Zehn Fakten über die beliebte Kreuzfahrtdestination

✓ Bahamas: Das klingt nach traumhaften Stränden, kristallklarem Wasser und nach purer Erholung. Der Inselstaat im Atlantik befindet sich südöstlich von den Vereinigten Staaten sowie nordöstlich von Kuba. Mehr als 700 Inseln gibt es hier. Bewohnt sind aber nur etwa 30. Auf einem kleinen Eiland leben schwimmende Schweine.

✓ Weltrekord: Eine der bekanntesten Karibikinseln ist Jamaika. Sie steht aber nicht nur für Rum und Reggae-Musik von Bob Marley. Was kaum jemand weiß: Auf der Insel gibt es rund 1.600 Kirchen. Damit halten die Jamaikaner gemessen an der Landesfläche den Weltrekord.

✓ Geburtsort eines Agenten: Auf seinem Goldeneye-Anwesen auf Jamaika verfasste Ian Fleming die ersten James Bond-Romane. Auf Jamaika wurde auch der allererste Bond-Film „007 jagt Dr. No“ (mit Sean Connery in der Hauptrolle) gedreht, ebenso wie „Leben und sterben lassen“ mit Roger Moore. Auch Daniel Craig wird im nächsten Jahr als Bond auf die Insel zurückkehren – in Teil Nummer 25. Der James Bond Beach in Oracabessa erinnert an den Autor und seine berühmte Figur.

✓ Berühmtes Getränk: Barbados gilt als die Mutter des Rums. Auf der Insel befindet sich die älteste Rum-Destillerie der Welt: Die „Mount Gay Destilleries“ kann auch besichtigt werden. Guten Rum sollte man übrigens pur genießen. Er bildet aber auch die Basis für diverse Cocktails.

✓ Die Insel der 365 Strände: Darf man der Werbung glauben, dann bietet Antigua für jeden Tag im Jahr einen Strand.

✓ Exotische Tier- und Pflanzenwelt: Die Inseln der Karibik sind an Artenreichtum kaum zu übertreffen. In der Karibik findet man etwa 100 verschiedene Orchideenarten und mehr als 14.000 unterschiedliche Pflanzen, von denen die Hälfte nur hier gibt. Auch die Tierwelt beeindruckt mit ihrem Artenreichtum. Über 700 Vogelarten leben im Karibikraum – von Papageien über Kolibris bis hin zu Seevögeln. Der kleinste Vogel der Welt ist auf Kuba zu Hause: Die Bienenelfe, misst kaum fünf Zentimeter.

✓ Ungewöhnliche Grenze: St. Maarten/Saint Martin ist der einzige Ort der Welt mit einer Grenze zwischen Frankreich und den Niederlanden. Der nördliche Inselteil gehört zu Frankreich, während der südliche Teil den Niederlanden angehört.

✓ Sprachen-Mix: Die wechselhafte Geschichte der Karibik ist dafür verantwortlich, dass auf den Inseln mehr als 59 unterschiedliche Sprachen gesprochen werden.

✓ Der Einfluss von Kolumbus: Dem Entdecker verdankt die Karibik den Beinamen
„Westindische Inseln“. Kolumbus entdeckte die Antillen auf seiner Westfahrt nach Indien und nannte sie deshalb Indies.

✓ Ein Katzensprung nach Mexiko: Viele Reedereien verbinden mittlerweile eine
Karibik-Kreuzfahrt mit einem oder mehreren Stopps auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Jahrtausendealte Maya-Kultur trifft auf eine bezaubernde Landschaft und auf mexikanische Gastfreundschaft: Kreuzfahrtgäste dürfen sich auf einen ganz besonderen Urlaubsmix freuen.

✓ Unser Tipp: AIDAdiva ab/bis La Romana, November 2019 bis Januar 2020,
ab 1.879 Euro p.P. inkl Flug

www.kreuzfahrten-zentrale.de

angebote-kreuzfahrt-zeitung-mai2017
Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

*