Donau Kreuzfahrt

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© Mark Mervai - shutterstock.com

Donau Kreuzfahrt: Eine Woche – vier Länder: Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn. Wer sich mit der „Gloria“ auf eine Donau-Kreuzfahrt begibt, kann sich auf ein elegantes Ambiente, eine niveauvolle Küche und einen aufmerksamen Service freuen. Da das Schiff erst am Nachmittag in Passau ablegt, ist noch Zeit für eine Stadtbesichtigung in der Drei-Flüsse-Stadt, wo sich die blaue Donau, der grüne Inn und die moorschwarze Ilz treffen.


Die meisten Gebäude der Altstadt wurden von italienischen Baumeistern entworfen, beschauliche Plätze, elegante Promenaden und verwinkelte Gassen prägen das Stadtbild. Bildergalerien und die Auslagen der Kunstgewerbeläden versüssen den Stadtbummel, und das Glasmuseum zeigt eine beachtliche Sammlung von über 30.000 Gläsern des weltberühmten „Böhmischen Glases“. Im barocken Dom St. Stephan in der Altstadt gibt es bis Oktober immer mittags von 12:00 bis 12:30 Uhr ein Orgelkonzert.

Nach dem Einchecken an Bord wird erst einmal in aller Ruhe das Schiff erkundet. Die Kabinen mit viel edlem Holz im Oberdeck bieten durch ihre bodentiefen, verglasten Türen einen besonders schönen Ausblick. Elegant und großzügig präsentiert sich das Foyer über zwei Etagen, der Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Whirlpool laden zum Entspannen ein. Doch der schönste Platz ist immer noch das Promenadendeck, von dem man die idyllische Kulisse in aller Ruhe bei einem Glas Wein an sich vorüberziehen lassen kann.

Wiener Charme

Vom Sonnendeck kann man beobachten, wie sich das Schiff der Walzerstadt nähert. Die Stadtrundfahrt durch die österreichische Hauptstadt führt vorbei an der Urania, über den majestätischen Schwarzenberg- und den Karlsplatz bis hin zur Staatsoper. Auch das Parlament, das legendäre Burgtheater, die Universität und die Votivkirche stehen auf dem Programm.

Um Wien ganz nah zu erleben, folgt ein beschaulicher Spaziergang durch den mittelalterlichen Stadtkern mit seinem verwinkelten Höfen. Eine Besichtigung des Stephansdoms oder die Einkehr in einem der Wiener Kaffeehäuser sollte man nicht verpassen.

Für Kulturliebhaber steht das prunkvolle Schloss Schönbrunn, das eine Nachbildung vom französischen Versailles ist, mit seinem weitläufigen Park und dem Glanz der Sissi-Ära auf dem Ausflugsprogramm. Ein Spaziergang durch die gepflegten Park-anlagen ist ein Traum – fast fühlt man sich selbst „kaiserlich“. Die kulinarischen Verführungen des Küchenchefs bilden einen gelungenen Abschluss des erlebnisreichen Tages, während sich die Gloria bereits in Richtung Slowakei bewegt.

Das Donauknie

Nachdem Budapest nur passiert wurde, weil es noch auf der Rückreise angelaufen wird, legt das Schiff punkt 8:00 Uhr morgens im slowakischen Sturovo an. Direkt oberhalb der Anlegestelle liegt die Kathedrale von Esztergom, die erste Station des Ausflugs. Auf einem mächtigen Felsen erhebt sich der eindrucksvolle Kuppelbau.

Weiter bewegt sich der Bus durch die reizvolle Landschaft nach Visegrad. Direkt unterhalb der gleichnamigen Burg öffnet sich der Blick auf das Donauknie, das seinen Namen der angewinkelten Knieform verdankt.

Puszta mit Paprika

Bereits mittags setzt sich die Gloria weiter flussabwärts in Bewegung und erreicht kurz nach Mitternacht das  ungarische Fajsz. Während die Gäste sich am nächsten Tag zu einer Pusztafahrt durch die Paprikafelder auf machen, steuert das Schiff weiter nach Ordas.

Die kleine Bischofsstadt Kalocsa ist ein wahres Kleinod, als Überraschung gibt es in der Kathedrale ein nettes Konzert auf der Orgel, die schon Franz Liszt zum Klingen brachte. Kaum zu glauben, dass in den kleinen Dörfern immer noch alte Ziehbrunnen in Betrieb sind, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nach einer Marillenschnapspause lockt eine Reitvorführung mit rassigen, ungarischen Pferden in der Nähe von Czardas.

Den Höhepunkt des Tages bildet eine Kutschenfahrt. Besonders romantisch ist es, den abendlichen „Absacker“ in der Panoramabar der Gloria mit traumhaftem Ausblick über das Heck zu genießen. Die Fahrt führt jetzt wieder flussaufwärts.

Erleuchtetes Budapest

Am Abend legt der Flusskreuzer in Budapest an. Das muss man sehen: Der Burg- und der Gellertberg, überhaupt alle prachtvollen Gebäude und auch die weltberühmte Kettenbrücke sind erleuchtet und erstrahlen in schönstem Glanz. Bei einem Glas Sekt auf die Schönheiten der Stadt klingt der romantische Abend aus.

Natürlich steht auch hier wieder eine Stadtrundfahrt mit Schloss, Fischerbastei und der malerischen Altstadt auf dem Ausflugsprogramm, aber ebenso gut kann man sich auch mit einem kleinen Reiseführer selbst auf Erkundungstour begeben – Budapest hat viel zu bieten.

Zurück in die Zeit der österreichischen Kaiserin Sissi versetzt ein Besuch des etwa 30 Kilometer vom Anleger entfernten Schlosses Gödöllö. Die Kaiserlich-Königliche Familie residierte hier oft über Monate, insbesondere Kaiserin Sissi genoss die Ferne von den strengen Sitten und Regeln Wiens. Eingebettet in eine Parkanlage immensen Ausmaßes präsentiert sich das größte Barockbauwerk Ungarns. Nach Ende des zweiten Weltkrieges diente das Schloss als Altersheim und Notunterkunft und war dem Verfall preisgegeben. Erst 1990 wurde es Stück für Stück renoviert und ab 1996 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit mehr als 200.000 Besuchern jährlich ist das Schloss heute einer der attraktivsten Anziehungspunkte Ungarns.

Pulsierendes Bratislava

Die Hauptstadt der slowakischen Republik ist eine pulsierende Metropole und hat sich zu einer prosperierenden Industrie- und Hafenstadt entwickelt. Mit ihren rund 427.000 Einwohnern ist sie gleichzeitig die größte Stadt des Landes. Im äußersten Südwesten am Dreiländereck mit Österreich und Ungarn gelegen, ist sie die einzige Hauptstadt der Welt, die direkt an zwei Staaten grenzt. Die Stadt glänzt mit zahlreichen Palästen im gotisch-barocken Stil.

Die geführte Stadterkundung führt zunächst zum Martinsdom. Er diente zwischen 1563 und 1830 als Krönungskirche der ungarischen Könige und Königinnen, was auch heute noch an der 300 Kilogramm schweren Nachbildung der Ungarischen Königskrone auf dem 85 Meter hohen neugotischen Kirchturm zu erkennen ist. Die Fahrt führt weiter vorbei an der Jesuitenkirche, dem Rathaus und dem Michaeler Tor hinauf zum Schloss. Die Aussicht von hier auf die Stadt und das gesamte Donautal ist überwältigend. Abends legt das Schiff ab, um am nächsten Morgen in Österreich fest zu machen.

Romantische Wachau

Und wieder wird das Zeitalter der barocken Baukunst den neuen Tag prägen. In Rossatz angekommen, führt der Ausflug zunächst zum Stift Göttweig, einer wahren Perle der historischen Baukunst. Durch seine erhabene Lage bietet es einen grandiosen Blick auf die Landschaft der Wachau und das Donautal.

Seit 1094 leben hier Benediktinermönche, allerdings wurde das Stift nach einer Brandkatastrophe im 18. Jahrhundert neu aufgebaut. Besonders sehenswert ist die monumentale Kaiserstiege mit dem Deckenfresko Paul Trogers von 1739, die zu den schönsten und größten barocken Treppenhäusern Europas zählt. Auf Besucher ist man eingestellt, denn das Stift beherbergt auch ein Restaurant.

Die österreichische Marillenhauptstadt ist die zweite Station der Fahrt: Es ist schon fast ein Muss, in Krems einen grünen Veltliner oder einen Marillenlikör zu kosten. Cafés gibt es schließlich genug. Es folgt ein Bummel durch den romantischen Weinort Dürnstein: Über 20 Wein- und Weinbaubetriebe gibt es hier, und natürlich auch urige Heurigenlokale, die zur Verkostung eines guten Tropfens einladen.

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© leoks – shutterstock.com

Barockes Melk

Bereits um 11 Uhr legt die Gloria in Melk an – ein ganzer Tag Zeit, die Schönheiten der Stadt zu erkunden. Das Stift Melk ist wirklich sehenswert, gilt es doch als impo-santester Barockbau an der Donau. Majestätisch erhebt sich das prächtige Gebäude über dem Fluss. Noch heute leben hier Benediktinermönche.

Die Anfänge des Klosters lagen im 11. Jahrhundert, der Grundstein für das Stift im Barockstil wurde 1702 gelegt. Der Blick von der Terrasse der Burg auf die Donau ist einfach unbeschreiblich schön. Zum Glück reicht die Zeit noch zu einem Spaziergang durch den Innenhof und den Stiftsgarten. Unwillkürlich fühlt man sich in eine ferne Zeit versetzt.

Der letzte Abend auf der Gloria schließt mit einer Meisterleistung der Küche ab. Kein Wunder, dass der Abschied schwer fällt, als das Schiff am nächsten Morgen nach seiner nächtlichen Fahrt wieder in Passau anlegt.

Naturschönheiten und prachtvolle Kulissen – eine Donau Kreuzfahrt hat vieles zu bieten

In Wien auf den Spuren der legendären Kaiserin Sissi wandeln, die Schönheiten der ungarischen Hauptstadt Budapest erkunden und in Bratislava durch die historischen Altstadtgassen schlendern – eine Donau Kreuzfahrt entführt Sie zu den schönsten Orten entlang des malerischen Stroms, der mit idyllischen Uferlandschaften aufwartet. Herrliche Täler wechseln sich auf einer Donau Kreuzfahrt mit pulsierenden Metropolen ab, so dass abwechslungsreiche Urlaubstage gewiss sind. Lassen Sie sich auf einer Donau Kreuzfahrt an Bord verwöhnen, während Burgen und Schlösser, romantische, kleine Städtchen und die Naturschönheiten der Alpen an Ihnen vorüberziehen. Der nächste ausgedehnte Landgang lässt derweil nicht lange auf sich warten und wird auf einer Donau Kreuzfahrt garantiert zu einem einmaligen Erlebnistag. Ob herrliche Ausblicke über die weiten Ebenen der ungarischen Puszta oder Großstadtflair im rumänischen Bukarest, auf einer Donau Kreuzfahrt lassen Sie sich treiben und genießen die faszinierenden Naturschönheiten sowie kulturelle Highlights zugleich.

Passau ist der Ausgangspunkt für eine erlebnisreiche Donau Kreuzfahrt mit verschiedenen Stationen

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© Rudy Balasko – shutterstock.com

Von der Drei-Flüsse-Stadt Passau aus brechen Sie zu einer mehrtägigen Donau Kreuzfahrt auf, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt. Je nach gewähltem Reiseverlauf durchkreuzen Sie das zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Donautal Wachau mit dem Stift Melk und reisen über Wien und Bratislava bis nach Budapest oder erkunden auf der Donau Kreuzfahrt sogar das ukrainische Donaudelta. Sei es ein Kurztrip oder eine zweiwöchige Flussreise, die Sie durch das Eiserne Tor, dem imposanten Taldurchbruch auf der Katarakt-Passage, und die Walachei führt, während einer Donau Kreuzfahrt gewinnen Sie imposante Eindrücke auf den landschaftlich reizvollsten Strecken.

Auf einer Donau Kreuzfahrt höchsten Komfort an Bord genießen

Eine erfrischende Abkühlung im Swimming-Pool oder Relaxen auf dem weitläufigen Sonnendeck vor beeindruckender, landschaftlicher Kulisse – auf einer Donau Kreuzfahrt verleben Sie erholsame Tage an Bord bei höchstem Komfort und in modernem Ambiente. Lassen Sie sich im schiffseigenen Wellness-Bereich mit Beauty-Behandlungen und Massagen verwöhnen, genießen Sie während der Donau Kreuzfahrt die einzigartige Aussicht aus Ihrer komfortabel eingerichteten Kabine oder die kulinarischen Köstlichkeiten der Spitzenklasse im Panorama-Restaurant. Die Seele baumeln lassen und zugleich die faszinierenden Donau-Schönheiten erkunden, eine Donau Kreuzfahrt bietet ebenso Entspannung wie erlebnisreiche Tage zugleich.

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Thomas Rolf

Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: „Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff.“

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