Südafrika – Abenteuer rund ums Kap

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Südafrika bildet die Spitze eines Kontinents, der kontrastreicher kaum sein könnte. Unberührte Natur, erhabene Wüsten, wilde Tiere und ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit: Die Region in Kombination mit Namibia ist ein Traum für Entdecker und Naturfans.

Der komfortabelste und wohl auch spannendste Weg, die traumhaft schönen Häfen entlang der Südspitze Afrikas zu entdecken, ist die Reise mit einem Kreuzfahrtschiff. Aktuell bieten mehrere Reedereien wie zum Beispiel Costa, MSC und Phoenix Reisen unterschiedliche Routen rund um das Kap der Guten Hoffnung. Eine besonders schöne und komplett neue Route hat ab dem kommenden Jahr AIDA Cruises im Angebot. Neben der Kombination aus Südafrika bietet AIDAmira dann auch extra lange Aufenthalte in besonders attraktiven Städten an.

Kapstadt

Am Fuße des Tafelbergs liegt Kapstadt. Die südafrikanische Metropole ist der perfekte Ausgangspunkt für Kreuzfahrten. Und das nicht nur, weil von hier aus die schönsten Orte im Süden des afrikanischen Kontinents gut erreichbar sind. Auch die Stadt selbst ist beeindruckend. Wer hoch hinaus will, der sollte dem Wahrzeichen der Stadt einen Besuch abstatten. Von den Aussichtsplattformen auf dem Gipfelplateau des Tafelbergs genießt man einen tollen Ausblick über die Stadt.  Weinkenner sollten sich auf keinen Fall den Besuch eines Weinguts entgehen lassen. Auch ein Abstecher ans Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, sollte auf jeder To-do-Liste stehen.

Wer es gemütlich angehen möchte, der schlendert durch die Straßen Kapstadts mit zahlreichen historischen Gebäuden. Sowohl die Niederländer als auch die Briten haben hier Spuren hinterlassen. Zu den historischen Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem das älteste Gebäude der Stadt, das Castle Good Hope, die Niederländische Reformationskirche und das Malaienviertel. Es gibt so viel zu sehen, dass die meisten Kreuzfahrt-Anbieter nicht nur einen Tag in der afrikanischen Metropole einplanen.

East London

Kilometerlange Sandstrände mit Badeorten, die nicht nur Surferherzen höher schlagen lassen, finden Kreuzfahrtgäste rund um die Hafenstadt East London. Kein Wunder, schließlich liegt sie direkt an der sogenannten Sunshine Coast.Ergänzt wird das alles durch wildromantische Küsten und urwüchsige Mangroven mit einer reichen Vogelwelt. Wer sich auf eine Zeitreise begeben will, stattet aber zunächst dem East London Museum einen Besuch ab. Hier kann man unter anderem etwas über die deutschen Siedler in East London erfahren. Ihnen wurde an der Strandpromenade übrigens auch ein Denkmal gewidmet. Im Aquarium der Stadt sind über 400 Arten von Wassertieren zu bewundern. Man muss den Tag jedoch nicht unbedingt in der Stadt verbringen. East London ist auch ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung – zum Beispiel in das 3.000 Hektar große Naturreservat. Es ist ein Paradies für Vögel und selbst Wale wurden hier schon gesichtet.

Durban

Mit drei Millionen Einwohnern ist Durban die drittgrößte Stadt in Südafrika. Trotzdem geht es hier ziemlich entspannt, fröhlich und vor allem bunt zu. Das verdankt die Stadt unter anderem den vielen indischen Einwohnern. Sie bilden die zweitgrößte ethnische Gruppe in Durban. Im indischen Viertel um die Dr. Yusuf Dadoo Street warten Basare, Moscheen und Tempel auf Besucher mit Entdeckerlaune. Gleichzeitig bildet es ein krasses Gegenstück zu den Gebäuden aus der Zeit der englischen Siedler. Auf den Spuren Nelson Mandelas wandelt man bei einer Panoramafahrt durch die Stadt. So erfährt man zum Beispiel, wo der Apartheidsgegner 1962 verhaftet wurde. Lohnenswert ist aber auch ein Ausflug ins Tala-Naturreservat. Hier leben Nashörner, Kudus, Nilpferde, Giraffen und viele andere Tiere, darunter auch über 380 verschiedene Vogelarten.

Port Elisabeth

Nach Port Elisabeth mit seinen strahlend weißen Stränden verschlägt es die meisten Sonnenanbeter. Der 1,6 Kilometer lange King’s Beach ist nur eine kurze Busfahrt vom Hafen entfernt. Hier kann man in der Sonne dösen und sich in den Fluten des Indischen Ozeans erfrischen.

Kulturinteressierte können derweil auf einem Kunsthandwerkermarkt am sogenannten Summer-Strand nach kleinen Schätzen stöbern oder das köstliche Street-Food von einheimischen Verkäufern kosten. Aber auch das Hinterland von Port Elizabeth hat es in sich: Wer die Stadtgrenze hinter sich lässt, kann sich mithilfe von Parkrangern auf die Suche nach den „Big Five“ machen, den fünf großen Tieren Afrikas: Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden und Büffel. An Port Elisabeth vorbei führt übrigens auch die weltberühmte Garden Route.

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Lüderitz

Dass nicht nur Südafrika eine Reise wert ist, ist bekannt. Wer diese Region bereist, sollte auf jeden Fall auch Namibia auf dem Plan haben und zum Beispiel dem bunten Städtchen Lüderitz einen Besuch abstatten. Dessen Architektur erinnert übrigens stark an europäische Bauweisen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich verrät der Name schon, dass die Stadt eine deutsche Vergangenheit hat. Gegründet wurde sie 1883 von einem Kaufmann aus Bremen. Direkt hinter Lüderitz wartet ein Gebiet, in dem sich eine ganz andere Geschichte noch hautnah miterleben lässt. Kolmanskop ist eine echte Geisterstadt und ein Überbleibsel aus einer Zeit, als noch nach Diamanten gegraben wurde. Doch die Wüste ist vorgerückt und hat den verlassenen Ort samt Casino und Theater zurückerobert.

Walfischbucht

Am Rande der Namib-Wüste liegt die Hafenstadt Walvis Bay (Walfischbucht). Wer die afrikanische Küste mit dem Schiff erkundet, für den ist diese Destination ein Muss. Auf einer vorgelagerten Sandbank tummeln sich Flamingos und Pelikane, und bei kleinen Bootausflügen lassen sich regelmäßig Wale und Delfine beobachten. Im wüstenhaften Hinterland von Walvis Bay dagegen wartet die lebensfeindliche Sandlandschaft der Namib-Wüste. Am besten lassen sich die kontrastreichen Landschaften überblicken, indem man mit einem Heißluftballon hinaufsteigt und die Lagune überfliegt.

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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