Nicko Cruises ist auf neuem Kurs

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© Nicko Cruises

Nicko Cruises hat turbulente Jahre hinter sich. Hochwasser und Ukraine-Krise haben dem Stuttgarter Unternehmen zugesetzt. Jetzt geht es bergauf – mit neuem Geschäftsführer und neuen Schiffen.

Neue Gesellschafter

Für Nicko Cruises, einem Stuttgarter Anbieter von Flusskreuzfahrten, waren die vergangenen Jahre nicht die leichtesten. 2013 hat dem Reiseveranstalter das Hochwasser an der Elbe zugesetzt, dann kam die Ukraine-Krise und im Mai 2015 folgte die Insolvenz. Dennoch hat sich das Flusskreuzfahrtunternehmen nicht unterkriegen lassen. 2015 lief es gut, trotz der Insolvenz. Denn die portugiesische Unternehmensgruppe Mystic Invest, die seit mehr als dreißig Jahren am Markt ist, hat das insolvente Unternehmen übernommen und lässt es seit dem 1. November 2015 mit der gleichen Marke weiterlaufen. Neuer Gesellschafter ist der Portugiese Mario Ferreira, der mit seiner Unternehmensgruppe zahlreiche touristische Unternehmen betreibt. Unter anderem gehört ihm auch die Reederei Douro Azul, die 2014 als Europas beste Flusskreuzfahrtgesellschaft ausgezeichnet wurde.

Neu ist auch Geschäftsführer Guido Laukamp. In der Branche ist er kein Unbekannter. Elf Jahre war er bei Viking River Cruises beschäftigt. Er ist zuständig für Marketing und Vertrieb. Ihm zur Seite steht Finanzexperte Carsten Keil, der zuvor in verschiedenen Branchen und Führungspositionen in Portugal gearbeitet hat. Auch der Slogan ist neu: „Viel erleben. Bequem genießen“ – so bewirbt das Unternehmen sein vielfältiges Angebot an Flusskreuzfahrten. Mehr als 20 Länder bereist die Nicko-Cruises-Flotte, 16 davon in Europa. Aber auch Ägypten, China oder Russland stehen im Katalog.

Flotte läuft weiter

Die Flotte besteht aus 19 Schiffen, die in allen Ländern außer in Russland dem Standard eines 4- bis 5-Sterne-Hotels nach deutschen Maßstäben entsprechen. Mit der Übernahme hat das Unternehmen seine Flotte im Schnitt um sieben Jahre verjüngt, modernisiert und einheitlicher gestaltet. Das Angebot wurde verschlankt, ohne aber Zielgebiete aufzugeben. Drei Schiffe wurden neu in die Flotte aufgenommen und kreuzen künftig auf dem Rhein, auf der Seine und der Rhône. Eine neue Route zwischen Potsdam und Hamburg rundet das Angebot ab.

Zielgruppe des Stuttgarter Unternehmens sind die sogenannten „Best Ager“, also Menschen im Alter von 50 Jahren und älter. Um diese reiselustige Generation zu locken, legt sich das Team von Nicko Cruises nicht nur mit neuen Kreuzfahrtrouten ins Zeug. Es bietet seinen Kunden auf bestimmten Reisen einen Service an, der sie von der Haustür abholt und zum Schiff bringt.

 

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Jacqueline Werzinger
Vor Ihrem Start bei der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale sammelte Jaqueline Werzinger Ihre ersten Kreuzfahrt-Eindrücke in der Zentrale von AIDA in Rostock. Kein Wunder also, dass sie Feuer und Flamme für die Schiffe mit dem Kussmund ist. Unzählige Reisen hat sie bereits persönlich an Bord dieser Schiffe verbracht und kennt so auch den ein oder anderen Geheimtipp für den Urlaub an Bord. Neben Ihrem Wissen im Hochseebereich entdeckt die ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin auch immer mehr die Faszination der Flusskreuzfahrten.

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