Deutschland steigt zum weltweit zweitgrößten Kreuzfahrtmarkt auf

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Lange hat es sich angebahnt, jetzt ist es soweit: Deutschland überholt Großbritannien und nimmt Platz zwei der weltweit führenden Kreuzfahrtmärkte ein. Mit rund 1,77 Millionen Passagieren ist Deutschland somit weiterhin auf Wachstumskurs, während Großbritannien mit 1,64 Millionen Passagieren rund 4,8% seiner bisherigen Passagierzahlen einbüßt. Viele Experten sind sich sicher, dass der Erfolgskurs der Kreuzfahrtbranche weltweit noch zunehmen wird. Vor allem in Asien boomt der Kreuzfahrtmarkt enorm. Deutschland muss sich daher anstrengen, wenn es seinen hart erarbeiteten zweiten Platz verteidigen will.

Wie steht es um Deutschlands Konkurrenz auf dem europäischen Kreuzfahrtmarkt?

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass sich der Kreuzfahrtmarkt in Europa ganz unterschiedlich entwickelt hat. So haben einige Länder wie Großbritannien und Spanien an dem Aufschwung der Branche regen Anteil genommen und sind zu wahren Größen dieses Segments geworden. Allerdings brechen in diesen Ländern die Passagierzahlen jetzt ein und die Wachstumszahlen und -prognosen gehen massiv zurück.

Länder wie Deutschland und Frankreich erfreuen sich hingegen nach wie vor steigender Passagier- und Wachstumszahlen. So hat Deutschland innerhalb der letzten 10 Jahre durchschnittlich 11,8% an jährlichem Wachstum erlebt. In Frankreich sind die Passagierzahlen zuletzt sogar um 13,7% gestiegen. Somit hat sich Frankreich nach Deutschland, Großbritannien und Italien auf Platz vier der europäischen Kreuzfahrtmärkte vorgearbeitet.

Es gibt aber noch viele weitere Ländern, die nach und nach in die Kreuzfahrtbranche einsteigen. Vor allem die skandinavischen Länder holen hier auf und entwickeln spezielle Kreuzfahrttouren für ihre Zielgruppen. Die Entwicklung des europäischen Marktes wird von Experten als positiv eingeschätzt. Nicht umsonst investieren zahlreiche Reedereien in neue Kreuzfahrtschiffe und erweitern ihre Reiseangebote kontinuierlich.

Die Bedeutung Europas für den weltweiten Kreuzfahrtmarkt

Nicht zu unrecht wird Europa mittlerweile als einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte der Kreuzfahrtbranche angesehen. Immerhin waren von allen Kreuzfahrtteilnehmern weltweit 30% Europäer. Mit rund 6,4 Millionen Menschen waren aktuell so viele Europäer auf Kreuzfahrt wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Besonders erfreulich ist, dass die Kreuzfahrtschifffahrt dem allgemeinen Wachstumstrend in Europa entgegen läuft. Das gesamte Wachstum des Kontinents ist nämlich mit 0,2% sehr bescheiden, während sich die Kreuzfahrtbranche mit 4% Wachstum nicht zu verstecken braucht. Insgesamt fußt diese Entwicklung auf drei Säulen: Erstens steigen die Zahlen europäischer Passagiere kontinuierlich an. Zweitens entscheiden sich immer mehr internationale Kreuzfahrtfans dazu, von einem europäischen Hafen aus an Bord zu gehen. Und drittens ist die Dominanz der europäischen Werften auf dem Weltmarkt nach wie vor beeindruckend.

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© Gerhard Roethlinger – shutterstock.com

Die Reedereien bereiten sich auf die Zukunft vor

Die Reedereien ruhen sich aber nicht auf dem bisher Erreichten aus. Sie bereiten sich auf die Herausforderungen der Zukunft vor, wohlwissend, dass auch Asien nach der Krone der Kreuzschifffahrt greift. Deswegen werden immer mehr Kreuzfahrtschiffe gechartert und so viele Neubauten in Auftrag gegeben, wie nie zuvor. Das Ziel ist es einerseits, die bisherigen Angebote zu festigen und einen zufriedenen Pool an Stammkunden zu gewinnen. Andererseits sollen immer wieder neue Horizonte entdeckt und durch außergewöhnliche und neue Angebote weitere Menschen für die Kreuzschifffahrt begeistert werden. Das gilt für Deutschland als Nummer 2 der Welt ebenso wie für ganz Europa.

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Julia Korte
Kreuzfahrten sind Ihre Leidenschaft - egal ob auf dem Meer oder dem Fluss. Sie fasziniert diese Urlaubsform, da es die Möglichkeit gibt, innerhalb weniger Tage viele verschiedene Orte zu besuchen und dabei sein Hotelzimmer immer dabei zu haben. Einmal den Koffer auspacken und dann rundum genießen - das gefällt! Neben den großen Kreuzfahrt-Reedereien hat Julia Korte aber auch die "Nischenprodukte" für sich entdeckt - Hurtigruten steht dabei ganz oben auf der Liste.

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