Planungssicherheit für Werften – 75 neue Schiffe bis 2025

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planungssicherheit fuer werften arbeiter schweisst am rumpf des schiffes
© Yasemin Yurtman Candemir - shutterstock.com

Wer in dieser Zeit Betreiber einer Werft für Kreuzfahrtschiffe ist, kann sich auf eine sichere Zukunft einstellen. Die steigende Nachfrage nach den schwimmenden Hotels sorgt bei den Herstellern für volle Auftragsbücher.

Fast 50 Milliarden Dollar Auftragsvolumen

Wie groß das Kreuzfahrtgeschäft geworden ist, lässt ein Blick auf das Gesamtvolumen der neuen Aufträge bis 2025 erahnen. Unglaubliche 50 Milliarden US-Dollar sollen in den Neubau von 75 Schiffen fließen. Der Großteil von ihnen wird in Europa gefertigt – unter anderem in der Meyer Werft in Papenburg. In letzterer sollen in den nächsten acht Jahren 17 Kreuzfahrtfahrschiffe vom Stapel laufen. Ein ehrgeiziger Plan!

Der Trend geht zu Großschiffen

Die Rentabilität im Kreuzfahrtgeschäft ist stark an die Größe des Schiffes gekoppelt. Die einfach Faustregel lautet: Je größer das Schiff, desto mehr Geld kann verdient werden. Natürlich ist dafür erforderlich, dass auf der einen Seite die Nachfrage auch entsprechend hoch bleibt und auf der anderen Seite die Betriebskosten nicht ins Unermessliche ansteigen.

planungssicherheit fuer kreuzfahrten kreuzfahrtschiff beleuchtet von hinten
© Hit1912 – shutterstock.com

Platzt die Blase irgendwann?

Es sind Zahlen, die beeindrucken: 24 Millionen Kreuzfahrtpassagiere haben im Jahr 2016 die Meere der Welt bereist. Innerhalb von knapp 10 Jahren soll sich das Aufkommen nochmal verdoppeln. Die Zukunftsprognosen sehen rosig aus – was aber, wenn es alles anders kommt?

Natürlich ist nicht zu erwarten, dass das Kreuzfahrt-Geschäft von heute auf morgen einbricht. Aber die Tatsache, dass die aktuelle Flottenstärke um fast 50% gesteigert werden soll, geht mit einem hohen Risiko einher. Nicht vernachlässigt werden sollte ebenfalls die Tatsache, dass auch die Modernisierung der bestehenden Schiffe mit erheblichen Kosten (2016: ca. 1,5 Milliarden US-Dollar) verbunden ist und in Zukunft sein wird.

Manch einer kann sich vielleicht an die bizarre Praxis der Reedereien erinnern, die insbesondere in den Jahren der Finanzkrise eine wichtige Rolle spielte. Sie sah vor, dass überflüssige Containerschiffe mit Minimalgeschwindigkeit über den Ozean fuhren, da die Verschrottung oder gar das Festmachen im Hafen, viel zu teuer gewesen wären. Man kann nur hoffen, dass sich die Macher in der Kreuzfahrtbranche nicht verzocken, sondern mit ihren Prognosen richtigliegen.

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Kirsten Fähmel
Als ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin kennt sich Kirsten Fähmel auf den Meeren dieser Welt aus. Ob AIDA, TUI Cruises, Costa oder MSC - zu allen großen Kreuzfahrtveranstaltern auf dem Markt kann sie wertvolle Tipps geben. Für Ihre private Reisen zieht es sie regelmäßig an Bord eines AIDA-Schiffes - und dabei bevorzugt ins Mittelmeer oder den hohen Norden.

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