Kiel erlebt das erste Kreuzfahrt-Triple der aktuellen Saison

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© Ivan Cholakov - shutterstock.com

Im Kieler Hafen sind in dieser Kreuzfahrtsaison neun Dreifachanläufe oder sogenannte Kreuzfahrt-Triple geplant. Der erste hiervon hat im Mai stattgefunden, als die Aidaluna“, die „Costa Pacifica und die „Eurodam“ in einem Zeitraum von drei Stunden im Hafen einliefen. Ein solches Ereignis ist eine logistische Herkulesleistung für den Hafen. Dieser hat seine Aufgabe gut bewältigt, auch wenn nicht alles reibungslos abgelaufen ist.

Die Besonderheiten eines Kreuzfahrt-Triples

Ein Kreuzfahrt-Triple ist in der Branche nach wie vor etwas Besonderes und stellt hohe Ansprüche an die Logistikabteilung eines Hafens. Nicht nur müssen die geeigneten Liegeplätze für die Schiffe gefunden werden, sondern die große Anzahl an Passagieren muss abgefertigt werden. Für die erste Aufgabe war schnell die passende Lösung gefunden. Die „Eurodam“ und „Costa Pacifica“ sind recht lange Schiffe, die daher am Ostseekai ihren Liegeplatz erhielten. Dieser ist sehr angenehm in direkter Nähe zur Altstadt gelegen. Die „Aidaluna“ ist ein gutes Stück kürzer und landete daher im Ostuferhafen.

Die Anzahl der Passagiere forderte alles vom Kieler Hafen ab. Denn die drei Passagiere brachten rund 7.000 Gäste mit, die am Hafen abgefertigt werden wollten. Hierbei muss bedacht werden, dass die Passagiere international waren und unter anderem aus Großbritannien, Australien und den USA kamen. Zudem wollten sie nicht einfach nur auf den Hafen, sondern hatten Stadtausflüge und Touren mit Reisebussen gebucht. Dass hier Ordnung und Orientierung aufrechterhalten bleiben konnten, ist eine Leistung. Eine gute Idee hierfür war es, die Reisebusse bis direkt auf das Pier fahren zu lassen. Die Wege vom Schiff in den Bus waren somit sehr kurz. Die Behörden hatten dem Terminalmanagement dankenswerter Weise diese außergewöhnliche Maßnahme gestattet.

Schwierigkeiten bei einem Kreuzfahrt-Triple

Trotz noch so guter Vorbereitung und Logistik lassen sich einige Schwierigkeiten und Fehler manchmal nicht vermeiden. So traf die „Eurodam“, die zur Holland America Line gehört, später als erwartet in Kiel ein. Grund hierfür war eine vierstündige Verzögerung bei der Abfahrt in Kopenhagen. Auf der Fahrt nach Kiel konnte die Hälfte der Zeit zwar wieder eingefahren werden, dennoch legte das Schiff erst um 10 Uhr statt um 8 Uhr in Kiel an. Der eigentliche Zeitplan geriet hierdurch etwas durcheinander.

Ein Malheur trat ebenfalls bei der Ausschiffung der Passagiere von der Eurodam auf. So stand die Landgangsbrücke in der Zeit, als sie benötigt wurde, nicht zur Verfügung. Es hatte einen technischen Defekt gegeben, durch den die Brücke zeitweilig außer Dienst genommen werden musste. Als Notfalllösung mussten die Passagiere durch den Terminal über die Lotsenluke aussteigen. Sie landeten somit direkt auf dem Ostseekai. Diese Methode war natürlich deutlich weniger komfortabel, als es der Ausstieg über die Landungsbrücke gewesen wäre, stellte aber insgesamt kein großes Problem dar. Bei der Abfertigung der Schiffe kam es dann erneut zu Verzögerungen. Denn die Autobahn 7 war durch Sperrungen verstopft, sodass die Anfahrt zum Hafen deutlich schwerer fiel als sonst.

Insgesamt kann man sagen, dass das erste Kreuzfahrt-Triple der Saison gut verlaufen ist und dass der Kieler Hafen gute Arbeit geleistet hat, auch wenn nicht alles perfekt geklappt hat.

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Julia Korte
Kreuzfahrten sind Ihre Leidenschaft - egal ob auf dem Meer oder dem Fluss. Sie fasziniert diese Urlaubsform, da es die Möglichkeit gibt, innerhalb weniger Tage viele verschiedene Orte zu besuchen und dabei sein Hotelzimmer immer dabei zu haben. Einmal den Koffer auspacken und dann rundum genießen - das gefällt! Neben den großen Kreuzfahrt-Reedereien hat Julia Korte aber auch die "Nischenprodukte" für sich entdeckt - Hurtigruten steht dabei ganz oben auf der Liste.

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