AIDA und Hapag-Llyod wollen wegen blutigem Walfang die Färöer-Inseln nicht mehr ansteuern

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Aufgrund des blutigen Wal- und Delfinfangs meiden AIDA und Hapag-Llyod künftig die Färöer-Inseln und suchen stattdessen nach alternativen Routen. Die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises gab bekannt, sämtliche Anlandungen bis auf Weiteres zu streichen. Dies soll ein eindeutiges Zeichen gegen die umstrittenen Treibjagden zu setzen. Hapag-Llyod reduziert seine Anfahrten ab sofort und überlegt ebenso wie TUI Cruises, künftig eine komplette Stornierung vorzunehmen.

Keine Anlandungen mehr auf den Färöer-Inseln – Reedereien missbilligen den Walfang

Aus Gründen des Artenschutzes und als Zeichen für einen respektvollen Umgang mit Meerestieren sehen beide Veranstalter vorerst von Anfahrten auf die Färöer-Inseln ab. Die Schiffe der AIDA-Flotte sollen stattdessen die schottischen Orkney-Inseln anlaufen. Hapag-Llyod erklärte, dass im kommenden Jahr nur eine Anfahrt mit der MS Bremen geplant sei. Inzwischen  werden alternative Routenführungen geprüft. Auch das Hamburger Unternehmen Tui Cruises erwägt derzeit eine Streichung. Für 2016 hält es aber noch an einer geplanten Anlandung fest.

Nachdem in den vergangenen Wochen wieder Hunderte Meeressäuger geschlachtet wurden, ziehen die Kreuzfahrtunternehmen nun eindeutige Konsequenzen. Bereits mehrfach hatten deutsche Reedereien versucht, bei den obersten Behörden der Inselgruppe gegen die Treibjagden zu intervenieren. Ohne Erfolg. So äußerte sich ein Vertreter von Hapag-Llyod: Die Reederei stehe weiterhin in einem „kritischen Dialog mit den Verantwortlichen vor Ort“ und sei stark daran interessiert, den Walfang zu stoppen.

Die jährlichen Walfänge kosten Hunderte Meeressäuger das Leben

Mit dem Walfang auf den Färöer-Inseln tritt einmal mehr eine blutige Tradition in den Vordergrund. Allein im Juni und Juli dieses Jahres sind mehr als 400 Grindwale zum Opfer gefallen. Wie das Deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) angibt, müssen Touristen und Einheimische jede Sichtung von Walen innerhalb einer Meereszone von zwölf Meilen an die Insel-Behörden melden. Die gewonnenen Informationen durch das im Juni neu verabschiedete Gesetz könnten dazu dienen, neuen Anlass für Treibjagden zu geben. Laut WDSF fanden im Jahr 2013 zwölf Treibjagden an den Färöer-Stränden statt. Bei denen wurden 430 Weißseitendelfine und 1.104 Grindwale getötet. Die Färöer-Inseln liegen im Nordatlantik und sind ein autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark.

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© Seb c’est bien – shutterstock.com
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Julia Korte
Kreuzfahrten sind Ihre Leidenschaft - egal ob auf dem Meer oder dem Fluss. Sie fasziniert diese Urlaubsform, da es die Möglichkeit gibt, innerhalb weniger Tage viele verschiedene Orte zu besuchen und dabei sein Hotelzimmer immer dabei zu haben. Einmal den Koffer auspacken und dann rundum genießen - das gefällt! Neben den großen Kreuzfahrt-Reedereien hat Julia Korte aber auch die "Nischenprodukte" für sich entdeckt - Hurtigruten steht dabei ganz oben auf der Liste.

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