So wird der Landgang zum Erlebnis – von Barcelona über Rom bis Dubrovnik

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© Catarina Belova - shutterstock.com

Diese Sehenswürdigkeiten sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön, denn da kann man fremde Länder und noch manches andre sehn.“ An dieser beschwingten Liedzeile ist viel Wahres dran. Schließlich werden die schönsten Städte am Mittelmeer von den Kreuzfahrtschiffen angefahren. Doch ein Landgang will gut geplant sein. Mit diesen Tipps für die beliebtesten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer wird der Landgang zum unvergesslichen Erlebnis.

Barcelona

Barcelona, die Stadt mit einem der größten mittelalterlichen Stadtkerne Europas, hat so unglaublich viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass man sich im Vorfeld genau überlegen sollte, was man sehen möchte. Gaudis Sagrada Familia und Park Güell, gotisches Viertel und Kathedrale, Fußballstadion Camp Nou, Picasso-Museum, die Einkaufsmeile La Rambla oder der Strand von Barceloneta – wer möglichst viele der touristischen Highlights in kurzer Zeit sehen will, sollte sich für eine Standtrundfahrt entscheiden. Doch auch abseits von Gaudi und Co. gibt es viel zu entdecken. In den Vierteln Gràcia und Poble Nou erleben Besucher zum Beispiel noch das eigentliche Barcelona – abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Im Stadtviertel El Borne gibt es viele kleine traditionelle Restaurants und Bars und einen besonders schönen Ausblick über die Stadt kann man am alten Luftschutzbunker El Turó de Rovira genießen.

Livorno

Im ersten Moment kann man mit dem Namen „Livorno“ eher nichts anfangen. Tatsächlich liegt hier jedoch einer der bedeutendsten Häfen Italiens. Die Stadt konnte bis heute den Zauber und die Architektur der Medici bewahren: die fünfeckige von schiffbaren Gräben umgebene Stadtmauer, die Befestigungen mit ihrer charakteristischen roten Farbe, darunter die Fortezza Vecchia, ein Werk von Antonio da Sangallo, der Dom und die Arkaden der Via Grande. Außerdem ist Livorno der perfekte Ausgangsort für Ausflüge nach Florenz und Pisa, die im Hinterland warten.

Rom

Erste Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiff-Passagiere ist die Hafenstadt Civitavecchia, knapp 70 Kilometer von Rom entfernt, und getreu dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“ gibt es mehrere Möglichkeiten, um in die Ewige Stadt zu gelangen. In der Stadt bietet sich aufgrund der Fülle an Sehenswürdigkeiten eine Stadtrundfahrt an. Unbedingt berücksichtigen: Wer das Kolosseum oder die Sixtinische Kapelle besichtigen will, sollte entweder einen organisierten Ausflug bei der Reederei buchen oder die Tickets vorab via Internet kaufen. Sonst machen die Wartezeiten vor Ort dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Einen spektakulären Blick über die Stadt haben Besucher vom Hügel Gianicolo, der sich am Vatikan beginnend hinter den Stadtteil Trastevere schiebt. Und wer nach so viel Kultur hungrig wird, der findet zum Beispiel gute Pizza in den Seitengassen am Trevibrunnen. Ungewöhnlich, aber sehr lecker ist beispielsweise die Kartoffel-Pizza. Und das beste Eis der Stadt soll es übrigens bei „Il Gelato di Claudio Torcé“ geben.

Dubrovnik

„Wenn Sie den Himmel auf Erden sehen möchten, kommen Sie nach Dubrovnik“, sagte einst der Schriftsteller George Bernard Shaw. Einen ersten Eindruck von der Altstadt, die als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht, bekommt man bei einem Gang über die begehbare Stadtmauer. Auf und entlang der Mauer gibt es übrigens einige Cafés. Das seit 1537 erhaltene Pile-Tor stellt den Haupteingang der Altstadt dar. Hier befindet sich zum Beispiel das Franziskaner-Kloster mit der ältesten Apotheke Europas, wo man noch heute Arzneimittel nach ursprünglichen Rezepten erhalten kann. Sehenswert ist auch der Sponza-Palast, der von Einflüssen der Renaissance und der Spätgotik geprägt ist. Wer dem Trubel der Stadt entkommen will, bucht hingegen eine Kajak-Tour zu der vorgelagerten Insel Lokrum. Oder wie wäre es mit einer Seilbahn-Fahrt? Die Talstation befindet sich in der Nähe des Ploče-Stadttors. Mit der Seilbahn geht es auf den 405 Meter hohen Berg Srd. Bei gutem Wetter ist der Blick spektakulär. Die Sichtweite beträgt dann fast 60 Kilometer, sodass man über die Altstadt und den Hafen hinaus auf das Meer und die Insel Lokrum blicken kann.

Kotor

Schon die Anfahrt des Hafens von Kotor ist ein Erlebnis, denn es geht durch verwinkelte, fjord-ähnliche Buchten. Diese Lage brachte ihr auch den Namen „Stadt am Fjord“ ein. Schon seit über 2.000 Jahren bietet der idyllische Naturhafen am südlichsten Fjord Europas Seefahrern Unterkunft. Kotor mit seinen bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken wurde 1979 in das UNESCO-Welt-Kultur- und Naturerbe aufgenommen. Besucher tauchen ein in die ereignisreiche Vergangenheit der Stadt, die schon Schlupfwinkel für Piraten und Seeräuber, aber auch Handels-und Umschlagplatz und Marinestützpunkt war. Deshalb sollte man sich die mittelalterliche Altstadt mit ihren ehrwürdigen Kirchen und prachtvollen venezianischen Palästen nicht entgehen lassen. Wer müde vom Laufen ist, kann bei einem Glas Rotwein in einem der urigen Cafés entspannen. Naturfreunden empfiehlt sich hingegen ein Ausflug in den Lovćen-Nationalpark.

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Daniela Huil
Die Büroleiterin der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale liebt Kreuzfahrten und kann bereits auf unzählige eigens erlebte Kreuzfahrten zurückblicken. Am liebsten genießt Daniela Huil das Kreuzfahrtleben an Bord der Wohlfühlflotte von TUI Cruises. Besonders in Erinnerung bleibt aber die Reise mit der MS Europa 2 von Singapur bis Rangun: "Eine traumhafte Mischung aus Luxus pur auf dem Schiff und unvergesslichen Eindrücken - von der Dynamik Kuala Lumpurs über die religiöse Vielfalt Ranguns bis hin zur Exotik Indiens."

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