Kreuzfahrt zum Indian Summer in Neuengland

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© Raymond Llewellyn - shutterstock.com

Was kann einem Besseres passieren, als zum Indian Summer Neuengland mit dem Kreuzfahrtschiff besuchen. Denn inzwischen wird die Region von einigen Kreuzfahrtveranstaltern angeboten, die Reiserouten und -dauer variieren, so dass für jeden das Passende dabei ist.

Ein Farbenrausch in Rot, Gelb und Orange

Jedes Jahr dasselbe Spektakel: von ca. Mitte September bis Mitte Oktober ziehen die „Leaf Peeper“ (Laub-Touristen) in Scharen nach Neuengland, um die unglaublich schöne Laubfärbung der Bäume zu bestaunen. Hotelzimmer werden knapp, der genaue Stand der Färbung wird bei Telefon-Hotlines abgefragt und dank Internet kann man sich darüber auch schon im Vorwege vorab informieren.

Erklärung der Blattverfärbung im Indian Summer

Es gibt natürlich eine Erklärung für das Phänomen: Zunächst einmal braucht es warme, sonnige Tage und kalte Nächte. Aufgrund der Temperaturschwankungen produzieren die Bäume eine Substanz, die den Flüssigkeitsaustausch zwischen Blättern und Ästen blockiert. Das wiederum lässt den Chlorophyllgehalt in den Blättern sinken, und der dort verbleibende Zucker ruft die Verfärbung von Grün bis zu den schönsten Rottönen hervor. Aber wer will das schon so genau wissen angesichts der überwältigenden Farbenpracht? Im gesamten Nordosten der USA und Kanadas findet die „Foliage“ im Herbst statt und ist natürlich auch für Schiffsreisende zu bewundern.

Von New York aus zum Maine Lobster

Eine solche Reise lebt vom Wechsel: Egal, wie oft Sie schon in New York waren, Sie werden garantiert wieder etwas Neues entdecken. Auf dem Weg nach Norden geht es nach Boston, europäisch anmutend, die „Wiege“ der Vereinigten Staaten, denn immerhin gingen hier in der Nähe 1620 die Pilgerväter der Mayflower an Land. Einen interessanten Rundgang durch die Stadt macht man auf dem „Freedom Trail“ entlang einer auf den Fußweg gemalten roten Linie, die zu 16 historischen Stätten führt. Weiter nördlich wird es ländlicher, von Bar Harbour aus bietet sich ein Ausflug zum Acadia National Park an – Natur pur und bunte Blätter!

Spätestens in Maine an den schroffen Meeresküsten mit der schönsten Sammlung an Leuchttürmen, wird es Zeit für Lobster, das „Nationalgericht“ in allen Variationen. Ehe man es sich versieht, ist man in Kanada, an rauen Küsten, in kleinen Orten und Städten und in Bundesstaaten, die Neu-Schottland oder Neu-Braunschweig heißen. Der St.-Lorenz-Strom schließlich führt direkt nach Québec, der Provinz mit der gleichnamigen Hauptstadt, in der tatsächlich Französisch die Amtssprache ist. Aber natürlich wird auch Englisch gesprochen.

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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