Kreuzfahrt quer durchs Mittelmeer

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© Aleksandar Todorovic - shutterstock.com

Raus aus dem Stress – rauf aufs Mittelmeer. Endlich Ruhe! Die Sonnenstrahlen auf meiner Nase wecken mich. Was für ein Willkommensgruß für eine Kreuzfahrt! Der Blick durch das große Bullauge zeigt mir nichts als das weite Meer.

Gestern sind wir in Genua an Bord gegangen, jetzt liegen zwei Seetage bis Rhodos vor uns – Zeit zum Lesen, Schwimmen und Sporteln. Unsere Tischnachbarn im Restaurant kommen aus Karlsruhe: Oma, Mutter, Tochter und Sohn – alle schlafen in einer Familienkabine. Dem Jungen fallen beim Abendessen fast die Augen zu, den ganzen Tag Action im Kids Club und all die neuen Freunde – das kann schon anstrengend sein.

Von Rhodos zu den Pyramiden

Nach zwei Tagen begrüßen uns Hirsch und Hirschkuh, die Wappentiere von Rhodos, an der Hafeneinfahrt. Ein Spaziergang durch die Altstadt, vorbei an Läden mit Pelzen und Naturschwämmen, führt uns zum Großmeisterpalast, der mit seinen mächtigen Sandsteinmauern dominant über der Stadt thront. Der Blick auf die von ihren ursprünglichen Mauern umgebene Altstadt ist einfach traumhaft. Abends legt unser Schiff ab und die Kreuzfahrt geht weiter in Richtung Ägypten.

Am nächsten Tag geht es mit dem Bus von Alexandria zu den Pyramiden von Gizeh. „Foto, Foto“ rufen die Kamelhirten. Mächtig bauen sich die Pyramiden mit der Sphinx vor uns auf – das letzte erhaltene der antiken Sieben Weltwunder. 2,5 Tonnen wiegt ein Steinquader im Schnitt, etwa 2,3 Millionen Blöcke wurden in den Residenzen der verstorbenen Pharaonen verbaut. Bei einer anschließenden Fahrt auf dem Nil lässt sich die Größe der 17-Millionen-Metropole Kairo erahnen. Erst spät kommen wir von unserem Ausflug zurück, den Kopf voll mit Bildern aus einer anderen Welt.

Sizilien mit Schokoladeneis

Ein Seetag liegt auf unserer Kreuzfahrt durchs Mittelmeer noch vor uns, bevor wir unseren Fuß auf Sizilien setzen. Köstlich schmeckt das Schokoladeneis im Café Irrera in Messina, in dem viele zu einem schnellen Espresso einkehren. Messina ist eine moderne Stadt. Nach einem schweren Erdbeben musste 1908 fast die ganze Stadt neu aufgebaut werden. Mit ihrer breiten Flaniermeile und den vielen Plätzen besitzt sie vor allem für Kreuzfahrer einen ganz besonderen Charme.

Das Castell dell´Ovo

Bevor der Abend in der Piano-Bar ausklingt, machen wir unsere Pläne für den nächsten Tag in Neapel. Das Castel dell´Ovo auf einem Inselchen vor der Stadt ist unsere erste Station. Nach einer Legende soll hier der Dichter Vergil ein Ei in die Mauern des Kastells eingelassen haben mit der Prophezeihung, dass Neapel so lange bestehen werde wie das Ei – Ovo – unversehrt bleibt. Von oben öffnet sich ein grandioser Blick über die Stadt und das Meer bis hin zum Vesuv.

In der Innenstadt präsentiert sich die elegante Einkaufspassage Galleria Umberto I stilvoll mit Elementen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und schicken Schaufenstern. Zum Abschluss noch ein Latte Macchiato, und zurück geht es aufs Kreuzfahrtschiff. Langsam heißt es Abschied nehmen, ein letztes Mal tanzen wir ausgelassen in der Disco, bevor am nächsten Morgen in Genua das geordnete Auschecken beginnt. Ein kleiner Trost bleibt uns noch: Sechs Stunden Wartezeit in Mailand müssen nicht ungenutzt verstreichen.

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Melanie Pigorsch
Seit vielen Jahren berät Melanie Pigorsch Ihre Kunden, wenn es um die schönste Zeit des Jahres geht. Seit ihrem Start in der Touristik schlägt Ihr Herz für Kreuzfahrten. Neben den am meisten nachgefragten Kreuzfahrten von AIDA und TUI Cruises, kennt sich Melanie Pigorsch auch bestens im Segment der internationalen Reedereien aus und ist dabei besonders angetan von den Schiffen von Cunard und Holland America.

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