Insel-Romantik im karibischen Meer

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Palmengesaumte Strände und türkisfarbenes Wasser, bunte Städte und karibische Lebensfreude – die Karibik bietet einen perfekten Urlaubsmix, den man am besten auf einer Kreuzfahrt erleben kann. So lassen sich innerhalb eines Urlaubs gleich mehrere Inseln entdecken.

Wer träumt an Regentagen nicht von Urlaub mit Sonne, Strand und Palmen? In der Karibik kein Problem. Denn wenn bei uns Herbst und Winterwetter die Laune verhagelt, ist die beste Zeit für eine Karibikkreuzfahrt. Zwischen November und April herrschen fast durchgängig angenehm sommerliche Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad.

Mehr als 7.000 Inseln und Riffe bilden die Karibik, die sich von der Küste Floridas bis zur Küste von Venezuela erstrecken – von denen jedoch weniger als 10 Prozent überhaupt bewohnt sind. Dazu kommen insgesamt 4.000 Kilometer Puderzucker-Strände und zwei Millionen Quadratkilometer türkisfarbenes und azurblaues Meer. Die karibische Inselwelt besteht politisch aus 25 Inselstaaten, von denen die meisten selbstständig sind. Viel Raum also für einen entspannten oder auch abenteuerreichen Urlaub – ganz nach persönlichem Geschmack. Doch welche Route sollte man wählen? Zu den bekanntesten Zielen einer Kreuzfahrt in der Karibik gehören die Bahamas sowie die Großen Antillen mit Inseln wie Kuba, Jamaika und der Dominikanisichen Republik. Im karibischen Meer liegen jedoch noch zahlreiche weitere große und kleine Inseln, die für jeden Urlaubstyp etwas bieten.

Egal, ob dem Reisenden der Sinn nach einem Tag am Strand steht, er bei einer Wanderung die exotische Natur entdecken will oder er neue kulinarische Genüsse ausprobieren möchte – jedes Eiland im karibischen Meer hat seinen ganz eigenen Charme und seine Vorzüge. Schon allein deshalb lohnt es sich, nicht nur Badesachen einzupacken.

Antigua

Antigua gilt zusammen mit der kleineren Nachbarinsel Barbuda als eine der schönsten Inseln in der Karibik. 365 Strände, für jeden Tag einen – so lautet das Motto der Insulaner. Die bekanntesten Buchten der Insel Dickenson Bay, Jolly Beach, Galley Bay, Carlisle Bay und Half Moon Bay machen sie zu einem echten Badeparadies. Karibische Lebensfreude erlebt man am besten in der Hauptstadt St. John’s. Einen Besuch wert sind auch der höchste Berg der Insel, der Boggy Peak (401 Meter) sowie Betty’s Hope, eine Zuckerrohrplantage aus dem 17. Jahrhundert.

Barbados

Barbados ist eine Insel mit zwei Gesichtern: Karibische Traumstrände an der ruhigen Westküste und schroffe Klippen und raues Wasser an der wilden Ostküste. Wer hier an Land geht, den erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das vom Einkaufsbummel in der Hauptstadt Bridgetown über Schnorchelausflüge zu den Schildkröten bis zu Rum-Tastings in einer Rumbrennerei reicht. Englische, afrikanische und westindische Einflüsse haben der ehemaligen britischen Kolonie ihre Identität gegeben. Das Parlament von Barbados wurde übrigens im Jahr 1639 ins Leben gerufen. Es ist das drittälteste Parlament des gesamten Commonwealth. Das hübsche Gebäude in der Hauptstadt Bridgetown ist eine der Sehenswürdigkeiten der Insel.

Curaçao

Allseits bekannt ist die sogenannte Insel unter dem Wind für ihren leuchtendblauen Likör, den „Blue Curacao“, der nicht nur den Namen des Eilands trägt, sondern auch dort produziert wird. Entdeckt wurde Curacao 1449 durch Alonso de Ojeda, einem der Offiziere von Kolumbus. Heute leben auf Curacao mehr als 50 verschiedene Nationalitäten. 90 Prozent der Bewohner Curacaos sprechen Papiamentu. Weitere häufig verwendete Sprachen sind Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Englisch und manchmal sogar Deutsch. In der Haupt- und Unesco-Welterbe-Stadt Willemstad finden Besucher über 760 denkmalgeschützte Gebäude. Die farbenfrohen Renaissancefassaden der Kaufmannshäuser erinnern an die niederländische Kolonialzeit

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© Filip Fuxa – shutterstock.com

St. Lucia

„Liquid Sunshine“ nennen die Saint Lucianer die auf ihrer Insel so typischen Regenschauer. Denn ohne sie wäre die kleine Antilleninsel nicht das, was sie ist: eine üppig grüne und wilde Naturschönheit. Überragt von den beiden Vulkankegeln und Wahrzeichen Gros und Petit Piton, gilt „die schöne Helena des Westens“ seit jeher als Sinnbild einer tropischen Sehnsuchtsinsel. Dabei setzt man auf der Insel vor allem auf das Konzept des Ökotourismus. Lange Sandstrände und ruhige Buchten sowie exotischer Regenwald mit wilden Orchideen, Hibiskus und seltenen Pflanzen und Bäumen bestimmen das Bild des Eilands, das zu den Kleinen Antillen gehort. Kulturinteressierte können sich von Plantagen und Festungen der Kolonialzeit faszinieren lassen oder in die vibrierende Kunstszene der Gegenwart eintauchen.

Dominica

Kolumbus entdeckte die karibische Insel bei seiner zweiten Reise und nannte sie einfach nach dem Wochentag: Dominica, also Sonntag. Das Eiland liegt zwischen Guadeloupe und Martinique und gehört zu den Kleinen Antillen. Mit 749 Quadratkilometern ist sie etwa so groß wie Hamburg. Neun Vulkane, unzählige Flusse, Wasserfälle, Bergseen und natürliche Dschungelpools sowie 14 Bananensorten und 55 Orchideenarten gehören zu den Besonderheiten auf der Insel. Der tropische Regenwald ist hier der ursprünglichste der Karibik mit dem Morne Trois Pitons Nationalpark, Unesco-Weltnaturerbe seit 1997. Kein Wunder also, dass hier die Dreharbeiten zum Kinofilm „Fluch der Karibik II“ mit Johnny Depp und Orlando Bloom in den Hauptrollen stattfanden. Und auch privat zieht es den ein oder anderen Prominenten nach Dominica – zum Beispiel Tom Cruise und Mick Jagger.

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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