HDW-Werft

0
339
hdw-werft-schiffsbau
© Nightman1965 - shutterstock.com

Die HDW-Werft – Über 130 Jahre Erfahrung im Schiffbau

Die HDW-Werft ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und den Bau großer Containerschiffe, U-Boote und Militärschiffe spezialisiert hat. Sie wurde 1968 gegründet, die Geschichte der beiden Werften, aus denen die HDW-Werft hervorgegangen ist, reicht jedoch bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ende 2012 ist die HDW-Werft mit der Blohm+Voss Naval GmbH verschmolzen und nennt sich seitdem ThyssenKrupp Marine Systems GmbH (TKMS). Ziel dieser Fusion war es, das Unternehmen auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten, hierbei aber die lange Tradition und Erfahrung der HDW-Werft zu nutzen. Aus diesem Grund ist der Name HDW noch in den Schiffsbezeichnungen vorhanden, beispielsweise bei der bekannten 212a Klasse.

Die Geschichte der HDW-Werft

Die HDW-Werft ging 1968 aus der Fusion der beiden Werften Howaldswerke Hamburg und Deutsche Werft hervor. Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 21.500 Mitarbeiter. In der Folge dieser Fusion wurde die HDW-Werft massiv umstrukturiert. Es kam zu Schließungen diverser Standorte und zu einer Neuausrichtung der Produktionsprozesse. 1975 wurden zahlreiche Investitionen getätigt, um das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und mit modernen Maschinen zu versehen. Hierfür war eine Kapitalerhöhung nötig, die dadurch erreicht wurde, dass das Land Schleswig Holstein zum Miteigentümer der HDW-Werft wurde. In den 1990er Jahren wurden diese Anteile jedoch wieder veräußert. In den 1980er Jahren schrieb die HDW-Werft trotz guter Umsätze rote Zahlen und musste sich von diversen Produktionsstandorten trennen. In den 1990er Jahren wurden diverse Sanierungsprozesse durchgeführt, um das Unternehmen zu modernisieren und mit der Konkurrenz aus Fernost mithalten zu können. Im Zuge dieser Umwandlungsprozesse weitete die HDW-Werft ihr Betätigungsfeld aus und wurde zu einem internationalen Konzern, einem sogenannten Global Player. Heutzutage arbeitet die TKMS auf den zwei großen verbliebenen Geländen des Unternehmens, der Kaiserlichen Werft/DWK/Howaldtswerke und der Germaniawerft.

Die Zukunft der HDW-Werft

Hatte die HDW-Werft zwischenzeitlich große Containerschiffe für die APL und die weltweit ersten lukenlosen Containerschiffe entwickelt, so konzentriert sich die TKMS heutzutage ausschließlich auf das Kerngeschäft des Unternehmens, den Bau von U-Booten und Militärschiffen und bietet Dienstleistungen an. Diese verschiedenen Angebote laufen bei der TKMS unter den Namen „Submarines“, „Surface Vessels“ und „Services“. 3.400 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, die sich intensiv um die Verbesserung der U-Boot- und Militätboottechnik kümmern. Hierbei geht das Unternehmen einen innovativen Weg. So werden hierzulande Prototypen für neue Schiffstypen entwickelt. Anschließend werden Lizenzpartner in den Ländern der Auftraggeber damit beauftragt, diese Prototypen zu bauen. Auf diese Weise erhält das Unternehmen den Innovationsstandort Deutschland, realisiert die Projekte aber immer direkt vor Ort. Auf diese Weise fallen kostenintensive und umweltgefährdende Transporte der U-Boote weg. Hierdurch erreicht TKMS Wettbewerbsvorteile und spart Kosten für die Kunden. Iese Kombination aus moderner Entwicklung und den erfolgreichen und erprobten Kompetenzen der HDW-Werft macht TKMS zu einem der bedeutendsten Anbieter im Bereich Marineschiffbau.

Teilen
Jacqueline Werzinger
Vor Ihrem Start bei der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale sammelte Jaqueline Werzinger Ihre ersten Kreuzfahrt-Eindrücke in der Zentrale von AIDA in Rostock. Kein Wunder also, dass sie Feuer und Flamme für die Schiffe mit dem Kussmund ist. Unzählige Reisen hat sie bereits persönlich an Bord dieser Schiffe verbracht und kennt so auch den ein oder anderen Geheimtipp für den Urlaub an Bord. Neben Ihrem Wissen im Hochseebereich entdeckt die ausgewiesene Kreuzfahrt-Expertin auch immer mehr die Faszination der Flusskreuzfahrten.

Kommentieren Sie den Artikel

*