Auf der AIDAsol wird schon gebraut

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© somsak nitimongkolchai - shutterstock.com

Noch wird an dem jüngsten Schiff der AIDA Flotte gebaut, aber die bordeigene Brauerei ist schon fertig. Damit pünktlich zur Taufe von AIDAsol am 9. April 2011 der Taufbock fertig ist, wurde am heutigen Dienstag das erste Bier angesetzt.

Braumeister André Klein wird in den nächsten zwei Wochen mehr als zehn Sude brauen und testen, bis er die perfekte Hopfen- und Malzmischung für den Taufbock gefunden hat. Außerdem werden im AIDAsol Brauhaus noch andere Sorten gebraut: „Hövel’s Original“ nach einem Rezept der Dortmunder Traditionsbrauerei, und als Besonderheit gibt es ein eigenes AIDA Bier. Es heißt „AIDA Zwickel“, ist naturtrüb und unfiltriert und schmeckt leicht nach Karamell. Die hauseigenen Biersorten werden je nach Jahreszeit um saisonale Qualitäten ergänzt, so entstehen zum Beispiel das Maibock oder Aktionsbiere wie das Oktoberfestbier oder irisches Stout.

Die Idee zum Brauhaus auf hoher See stammt von den Reisenden der AIDA Schiffe selbst. AIDA hat diese Idee aufgegriffen und umgesetzt. Das Brauen auf einem Schiff birgt allerdings nicht nur ein Platzproblem: In jahrelanger Tüftelarbeit mussten die Gärkessel unempfindlich gegen Schiffsschwankungen gemacht werden. Auch sonst ist das Bier im schwimmenden Brauhaus ein ganz besonderer Gerstensaft: Er besteht neben Hopfen und Malz aus Meerwasser, das in der schiffseigenen Wasseraufbereitungsanlage entsalzt, gesäubert und wieder mit den nötigen Mineralien versehen wird. Denn weiches Wasser ist schließlich das Geheimnis des Bierbrauens.

Das Brauhaus befindet sich auf Deck 10. Hier gibt es zwei riesige Kupferkessel, Holzbänke und einen Biergarten. Die Brauerei besitzt ein gläsernes Sudhaus, in dem jeden Tag 500 Liter Würze hergestellt werden können. Für die anschließende Gär- und Lagerzeit sind rund 13.000 Liter Lagerkapazität vorhanden.

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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