Abu Dhabi –die goldene Stadt

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© prochasson frederic - shutterstock.com

Abu Dhabi, die Hauptstadt des gleichnamigen Emirates, ist umgeben von rund 200 kleinen, überwiegend unbebauten Inselchen. Sie bieten Graureihern, Fischreihern und anderen Vogelarten Lebensraum und sind Wochenendziele für Familien mit Kindern, die dort zelten, baden und spielen.

Üppiger Luxus

Kreuzfahrt-Touristen konzentrieren sich meist auf die Attraktionen der Stadt. Zum Beispiel das prunkvolle Emirates Palace Hotel. Allein die Toiletten sind unglaublich: Wasserhähne aus Gold, goldverzierte Spiegelwände, kleine Tiegel mit duftender Handcreme aus Rosenwasser. Besucher sollten nicht versäumen, es sich in den roten Sesseln des Café Al Majlis im Parterre bequem zu machen, Tee zu trinken und ein Stück Schokotorte zu probieren. Die hauseigenen Konditoren bestäuben sie so üppig mit 22-Karat-Blattgold, dass sie im Jahr fünf Kilo Gold verarbeiten. Doch es gibt auch „Gold to go“: Staunend stehen Urlauber aus Europa vor dem Geld-automaten in der Lobby, der anstelle von Dirham-Scheinen kleine Goldbarren ausspuckt.

Goldverzierte Kuppeln

Gold, Gold, Gold – auch in der Scheich Zayed Bin Sultan al Nahyan Moschee, deren weiße, goldverzierte Kuppeln und Minarette sich eindrucksvoll vom blauen Himmel abheben. Besucher, die nicht mit einer Gruppe unterwegs sind, können um 11 Uhr an einer kostenlosen Führung teilnehmen. Frauen müssen sich dafür in eine traditionelle schwarze Abaya wickeln und die Haare unter einem Kopftuch verstecken. Ungewohnt, aber es lohnt sich! Denn die drittgrößte Moschee der Welt übertrifft alle Erwartungen.

Die Gebetshallen sind mit weißem Marmor aus Italien ausgelegt. Im 17.000 qm großen
Innenhof
spaziert man zwischen Halbedelsteinen verzierten Marmorsäulen auf weißem Marmor aus Griechenland. In der Hauptgebetshalle, die mehr als 7000 Gläubigen Platz bietet, wird jeder Schritt von einem dicken Teppich aus dem Iran verschluckt, dem größten handgeknüpften Teppich der Welt. Und ein wahres Wunderwerk hängt an der Decke: der größte Kronleuchter der Welt (15 Meter hoch, 10 Meter Durchmesser).

Formel 1 und Kamele

Von der Moschee sind es rund 20 Minuten nach Yas Island, einem Vergnügungsviertel mit einem der besten und größten Einkaufszentren und der Formel 1-Rennstrecke. Vom Terrassen-Café des Yas-Hotels hat man einen prima Ausblick auf die Rennstrecke Marina Circuit und die Ferrari World.

Der schönste Blick auf die Sky-line der Stadt bietet sich bei einem Bummel entlang der Corniche, der sechs Kilometer langen Küstenstraße, die von Gärten und Grünflächen flankiert wird. Auch die besten Sandstrände ziehen sich am blauen Wasser des Arabischen Golfs entlang. Hier gibt es Radwege und Joggingstrecken, Kinderspielplätze und Volleyballfelder, Picknicktische und Badezentren.

Einen kleinen Einblick in die Zeit vor der Entdeckung des Erdöls bietet das Heritage Village, ein Freilichtmuseum mit historischen Darbietungen, Handwerkskunst und Kamelpark. Kaum zu glauben, wie sich Abu Dhabi in den letzten 50 Jahren verändert hat!

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Thomas Rolf
Den Entdeckergeist hat Thomas Rolf vor vielen Jahren bei sich entdeckt. Schon in der Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann Anfang der 90er Jahre haben es ihm insbesondere Kreuzfahrten angetan. Heute ist er quasi ein wandelndes Lexikon, wenn es um Reisen auf dem Wasser geht. Der heutige Geschäftsführer der Astoria Kreuzfahrten-Zentrale selbst favorisiert das Mittelmeer für seine persönliche Kreuzfahrten: Und dies aus ganz einfachen Gründen: "Es gibt viele traumhafte Orte zu entdecken und in zweieinhalb Stunden Flugzeit ist man auf dem Schiff."

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